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Von – 1. August 2001

Luthers Abendmahlslehre

Gemeinsame Abendmahlsfeiern von evangelischen und katholischen Christen sind nach Auffassung der katholischen Kirche bis heute nicht möglich. Die Unterschiede im Verständnis vom Abendmahl führten im Zuge der Reformation nicht nur zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen katholischer Kirche und Protestanten, sondern auch innerhalb der reformatorischen Bewegung. Einig waren sich Luther und die übrigen Reformatoren zumindest darüber: Das Abendmahl gehört zu jenen unverzichtbaren Feiern des Gottesdienstes, die in der Gemeinde Jesu Christi von Anfang an gefeiert wurden, da sie auf Jesus selbst zurückgehen.

Christen erhalten durch das Feiern des Abendmahls die Vergebung ihrer Sünden zugesprochen, für die Christus am Kreuz gestorben ist. Obwohl Luther der katholischen Auffassung von der wirklichen Gegenwart Christi im Abendmahl sehr nahe kam, bekämpften die Reformatoren die Lehre der römischen Kirche von der tatsächlichen Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi entschieden. Noch schärfer wandte sich Luther gegen die katholische Lehre vom Messopfer: Die Kirche bringe Leib und Blut Christi als Opfer dar, bei der Feier der Eucharistie werde also Christi Sterben für die Gläubigen wiederholt. In Abgrenzung dazu entwickelte Luther eine eigene Abendmahlslehre, die in seinem 1529 veröffentlichten „Kleinen Katechismus“ zusammengefasst ist:

„Es ist der wahre Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christus selbst eingesetzt. … Was nützt denn solch Essen und Trinken? … dass uns Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird. … Wie kann leiblich Essen und Trinken solch große Dinge tun? Essen und Trinken tut’s freilich nicht, sondern die Worte, so da stehen: ,Für euch gegeben’ und ,vergossen zur Vergebung der Sünden’. … Und wer denselben Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. August 2001 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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