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Von – 1. Mai 2002

Attraktives für Kinder und Jugendliche

In der Gemeinde Nieder-Eschbach am nördlichen Stadtrand Frankfurts hat das Engagement für Kinder und Jugendliche einen großen Stellenwert. Vor allem die offene Kinder- und Jugendarbeit hält viele attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche von 6 bis 19 Jahren bereit: Freizeiten und Ausflüge, zahlreiche Veranstaltungen vom Kindertheater über sportliche Aktivitäten bis zur Disco- und Erlebnisnacht. Dazu kommt ein regelmäßiges Wochenprogramm im Kinder- und Jugendtreff in der Görlitzer Straße 26, zum Beispiel an drei Tagen in der Woche ein Mittagstisch für Schülerinnen und Schüler mit anschließender Hausaufgabenbetreuung. Einer der Höhepunkte ist das große Straßenfest in der Albert-Schweitzer-Straße mit Spielmobil, Kletterwand und weiteren Attraktionen, das alle zwei Jahre veranstaltet wird, in diesem Sommer am 31. August.

Der Kirchturm steht noch mitten im Dorf - der Gemeinde in Nieder-Eschbach ist vor allem die Kinder- und Jugendarbeit wichtig. Foto: Oeser

Die Finanzierung der eineinhalb hauptamtlichen Stellen für diesen Aufgabenbereich ist bislang gesichert, hier kooperiert die Gemeinde mit der Stadt Frankfurt, die für die Bezahlung einer halben Stelle aufkommt. Trotzdem ist das Angebot nur möglich durch ein aktives Team von Ehrenamtlichen. Für Renate Kunze-Loerke, seit 1989 Pfarrerin in Nieder-Eschbach, ist vor allem die Arbeit mit Konfirmanden ein wichtiges Anliegen. Pro Jahrgang unterrichtet sie in zwei Gruppen um die dreißig Jugendliche. „Dabei eröffnet sich für mich die Chance, in Kontakt mit den Eltern der Jugendlichen zu kommen“, betont Pfarrerin Kunze-Loerke.

Als weiteren zentralen Bereich ihrer Arbeit nennt sie die Gottesdienste, in denen sie die regelmäßigen Besucher zum Mitmachen motivieren möchte: „Die Gottesdienste werden doch lebendiger, wenn der Pfarrer oder die Pfarrerin nicht alles alleine vorträgt.“ Darüber hinaus legt Kunze-Loerke Wert auf die Begegnungspunkte im Gemeindeleben, wie den monatlichen Seniorenkaffee oder die Abende im Pfarrgarten, die in diesem Sommer zwei- bis dreimal stattfinden sollen.

Sorge bereitet der Pfarrerin die Zukunft der Gemeinde, wenn sie an den schmerzhaften Stellenabbau der vergangenen Jahre denkt. „Dass wir als Kirche sparen müssen, ist unvermeidlich“, so Kunze-Loerke, „doch für wichtige Aufgaben bleibt immer weniger Zeit.“ Hans Pullmann, seit drei Jahren Vorsitzender des Kirchenvorstands, schätzt die Situation ähnlich ein: „Die Grenzen der Belastbarkeit für die Gemeinden sind erreicht.“ Doch es gibt auch Erfreuliches: Im vergangenen Jahr konnte die Renovierung der historischen Kirche abgeschlossen werden. Die Gemeinde und ein Förderverein brachten zu diesem Zweck insgesamt rund 80.000 Mark auf, was vor allem der Spendenfreudigkeit der Nieder-Eschbacher zu verdanken ist. „In diesem Sinne steht bei uns die Kirche noch mitten im Dorf“, freut sich Pullmann.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Mai 2002 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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