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Von – 1. Juli 2002

Nied: Vorfreude auf’s neue Zentrum

Noch ist es ein Rohbau, aber das Richtfest konnte schon gefeiert werden: Zentral gelegen in Alt-Nied entsteht nach Abriss des alten Gemeindehauses ein neues Zentrum für die Christuskirchengemeinde. „Wir sind froh über jeden Baufortschritt“, sagt Kirchenvorstand Hans Joachim Buley, denn seit dem Baubeginn vor rund einem Jahr muss vieles provisorisch organisiert werden. Das klappt zwar prima, denn ob Chor, Hausaufgabenhilfe, Literaturkreis oder Dritte-Welt-Laden – alle sind andernorts im Stadtteil freundlich aufgenommen worden. Aber natürlich werden die gewohnten Gemeinderäume vermisst. Der Preis für den Neubau war die Aufgabe von zwei anderen Gemeindestandorten. Aber jetzt schaut die Gemeinde vorwärts, und wenn es um ihr neues Gemeindezentrum geht, fangen die beiden Pfarrer fast an zu schwärmen. Ein großzügig verglastes Eingangsfoyer soll Offenheit signalisieren, vielleicht finden sich auch Gemeindemitglieder, die für einen Cafébetrieb sorgen, denn das Zentrum soll ein Ort für Begegnung und Gespräche werden.

Wenn’s um das neue Gemeindezentrum geht, kommen sie fast schon ins Schwärmen: Jan Schäfer (links) und Franz Reike, die beiden Pfarrer der Christuskirchengemeinde, beim Richtfest. Foto: Dostalek

Neue Wege scheut die Gemeinde nicht. Wer würde bei Ankündigungen wie „Hilfe, der Euro kommt“ oder „Alles Liebe – oder wie“ vermuten, dass es sich um Gottesdienste handelt? Das Gottes­ ­ dienstteam möchte auch kirchenferne Mitglieder ansprechen. Da tritt dann schon mal ein Gospelchor auf oder kleine Spielszenen werden dargeboten. Auch für die traditionellen Sonntagsgottesdienste gibt es einen neuen Ablauf. „Die neue Liturgie ist nicht unumstritten“, sagt Pfarrer Jan Schäfer,„aber von der Kirchenleitung genehmigt und jetzt in der Erprobungsphase.“

Die Gemeinde unterhält zwei Kindergärten, ein Kirchenmusiker betreut die Chöre, eine Sozialarbeiterin macht Jugendarbeit, viele ehrenamtliche Gruppen und Arbeitskreise treffen sich regelmäßig. Kurzum: Die Gemeindearbeit kann sich sehen lassen. Franz Reike, eher salopp gekleidet und mit fünfzig Jahren der dienstältere der beiden Pfarrer, betreut den Bezirk Alt-Nied und freut sich über die vielen Taufen, die er seit einiger Zeit in diesem traditionellen Arbeiterviertel hat. Sein jüngerer Kollege, der 36-jährige Jan Schäfer, scheut zuweilen auch den dunklen Anzug nicht und ist für die in den sechziger Jahren entstandene Neubausiedlung Nied-Süd zuständig, in der jetzt viele Menschen im Rentenalter wohnen. Ihre Gemeinde beschreiben die beiden Pfarrer als aktiv und selbstständig, und der Kirchenvorstand mit dem Vorsitzenden Hans Joachim Buley, der sei überhaupt ein Geschenk. Auch so einen zupackenden Bauausschuss wie in Nied gibt es wohl nicht über­ all. „Wir haben viele Handwerker dabei“, freut sich Herbert Föth vom Ausschuss, ob nun Umzug oder Renovierung, da werde viel in Eigenregie gemacht. Und weil nun das Gemeindezentrum bald fertiggestellt ist, hat man schon eine neue Aufgabe ins Auge gefasst: die Renovierung der Kirche.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Juli 2002 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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