Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

E-Mail

E-Mail

Über jeden neuen Beitrag informieren wir Sie mit einer Nachricht per Mail.

Aktuell

Von – 1. September 2002

Dank für die Schöpfung

Seit Jahren erfreut sich das Erntedankfest wieder wachsender Beliebtheit. Eine Art Wiederentdeckung dieses uralten Brauchs, der weit über die Anfänge des Christentums hinausgeht. Er hat seine Wurzeln aber auch in den Grundüberzeugungen der Reformation: „Gott gebührt Dank für seine Wohltaten, Anbetung wegen seiner herrlichen Natur, Ehre wegen seiner Werke“, sagt Martin Luther. Dankbarkeit ist in den Augen Luthers die einzig angemessene Haltung des Menschen auf das Angebot Gottes, sich seiner Offenbarung im Glauben zu öffnen. Allein durch den Glauben, den Gott in seiner unermesslichen Gnade schenkt, ist der Mensch gerechtfertigt vor Gott, nicht durch eigene fromme Werke und Leistungen. Diese bahnbrechende Erkenntnis der Reformation führte zwar bekanntlich zum Bruch mit der damaligen katholischen Kirche, begründete jedoch den Beginn einer mündigen Gläubigkeit jedes Christen, die immer noch Bestand hat.

„Ich glaube“, schreibt Luther, „dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens mich reichlich und täglich versorgt, und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne all’ mein Verdienst und Würdigkeit: des alles ich ihm zu danken und zu loben schuldig bin.“ In seiner Auslegung der vierten Bitte des ,Vater unser‘ – „Unser täglich Brot gib uns heute“ – ergänzt Luther dazu: „Gott gibt täglich Brot, auch wohl ohne unsere Bitte, aber wir bitten in diesem Gebet, dass er’s uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser täglich Brot.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. September 2002 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

Artikel teilen: E-Mail Facebook Twitter Google+

Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

Meistgelesene Artikel

Kommentar schreiben

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, Kommentare werden vor der Veröffentlichung freigeschaltet.