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Von – 1. Dezember 2002

Kutten, Ritterkleider und Mut

Einen verständlichen Einblick in das Leben und Wirken Martin Luthers zu geben, das ist sicher keine leichte Aufgabe. Immerhin liegen die Ereignisse der Reformationszeit weit zurück und erfordern aus heutiger Sicht Erklärung. Umso erfreulicher der Versuch eines Eigenverlags aus Friedrichswalde, hier eine Bildungslücke in Form eines kleinen Büchleins zu schließen, das von Jung und Alt gleichermaßen gut zu lesen ist. In liebevoll gestalteten Bildern und Texten werden die entscheidenden Stationen des Lebensweges Martin Luthers nachgezeichnet. Am Beginn steht seine Schulzeit in Mansfeld – „Die Ausbildung war mäßig. Die Lehrer waren Tyrannen und wahre Stockmeister, wie Luther später sagte“ – das Studium an der Erfurter Universität und sein Entschluss, Mönch zu werden: „Vor seinem Klostereintritt feierte er mit seinen Freunden und spielte Laute.

Im Juni 1525 heiratet Martin Luther, soeben aus dem Kloster ausgetretener Augustinermönch, die ehemalige Zisterziensernonne Katharina von Bora – ein Skandal! Das Leben des deutschen Reformators hat Manfred Tekla in witzigen Bildern und anschaulichen Texten nacherzählt.

Ihnen sagte er: Heute seht ihr mich und nimmer mehr.“ Da hatte Luther zum Glück Unrecht, denn es folgen seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel, der Beginn der Reformation – „Was sich aber daraus entwickelte, ahnte Luther nicht“ – sein Auftritt auf dem Reichstag in Worms und seine Zeit auf der Wartburg: „So wurde aus dem Mönch Martin Luther der Junker Jörg. Die Kutte legte er ab, trug fortan Ritterkleider und ließ Haare und Bart wachsen.“ Insgesamt eine gelungene Würdigung von Luthers Lebenswerk: „Kein anderer Gelehrter seiner Zeit hat so nachhaltig in die Geschichte eingegriffen wie er. Weder der Papst, noch der Kaiser konnten ihn durch Androhung von härtesten Strafen von seinen Reformplänen abbringen.“

Manfred Tekla: Martin Luther, Sein Leben und Wirken, Eigenverlag, Friedrichswalde 2001, Kontakt: Telefon 033367-70015, mtekla@t-online.de

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Dezember 2002 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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