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Von – 1. März 2003

„… den Leuten aufs Maul sehen“

„Man muss die Mutter im Haus, die Kinder auf den Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselben auf das Maul sehen, wie sie reden, und danach dolmetschen; so verstehen sie es denn und merken, dass man deutsch mit ihnen redet.“ Dieser Satz aus Luthers Schrift „Sendbrief vom Dolmetschen“ aus dem Jahre 1530, mit dem er die volksnahe Sprache seiner Bibelübersetzung rechtfertigt, sollte zu einem der bekanntesten und oft zitierten Aussprüche des Reformators werden. „Dem Volk aufs Maul sehen“ meint dabei nichts anderes als zu beobachten, wie sich die einfachen Leute ausdrücken, und von ihnen zu lernen.

Mit der Reformation rückt die Predigt als Verkündigung des Wortes Gottes in den Mittelpunkt des evangelischen Gottesdienstes und gibt damit auch den entscheidenden Anstoß für die spätere Reform der katholischen Predigt. Ebenso wie Luther widmen sich auch die anderen Reformatoren – Calvin in Genf und Zwingli in Zürich – in ihren Predigten der Auslegung wichtiger Schriften der Bibel. „Des soll ein jeder gewiss sein in der Christenheit, dass die Prediger, Lehrer und Pfarrer, ja alle, die das Wort vortragen, gewiss sind, dass ihre Predigt nicht ihr eigen sei, sondern sie wissen fürwahr, dass es Gottes Wort sei “, schreibt Luther und mahnt: „Wo nicht Gottes Wort gepredigt wird, da ist’s besser, dass man weder singe, noch lese, noch zusammenkomme.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. März 2003 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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