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Von – 1. Juni 2003

Kirche ohne Ärger gibt es nicht

„Hier stehe ich und kann nicht anders!“ Mit diesem berühmt gewordenen Zitat verteidigte Martin Luther auf dem Reichstag in Worms seine 95 Thesen und lehnte einen Widerruf kategorisch ab. Damit zeigte er Mut und bot der damals übermächtigen katholischen Kirche die Stirn. Was folgte, ist bekannt: Die Reformation und damit eine – erneute – Spaltung der Kirche, die bis heute nicht überwunden werden konnte.

Doch obwohl Luther mit seiner Kritik am Papsttum, die er häufig in drastischen Worten vorgetragen hat, zeitlebens nicht geizte, hielt er doch grundsätzlich an der Einheit der Kirche fest: „Es stimmen im Glauben und in dem Bekenntnis die Christen miteinander überein, obwohl sie sonst in der ganzen Welt zerstreut sind. Denn es heißt nicht eine römische, noch nürnbergische oder wittenbergische Kirche, sondern eine christliche Kirche, wohin denn alle gehören, die an Christus glauben. Was da nur getauft ist und an Christus glaubt, gleichviel, er sei aus dem Morgenlande oder Abendlande, so hat keiner einen Vorteil vor dem anderen.“

Die Wirklichkeit jedoch sah anders aus, dessen war sich auch Martin Luther bewusst: „So wäre auch zu wünschen, dass die Kirche einig wäre, dass keine Ärgernisse in der Lehre und dem Leben geschähe. Aber eine solche Kirche kann vielleicht von einem erfahrenen Meister gemalt werden, in dieser Welt aber wird sie nirgends gefunden.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Juni 2003 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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