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Von – 1. Februar 2004

Passion – Leidenschaft und Leiden

Wenn davon gesprochen wird, dass jemand eine „Passion“ hat oder pflegt, ist damit meistens etwas vollkommen anderes gemeint, als wenn von der Passion Jesu, seinem Leidensweg ans Kreuz, die Rede ist. Ein und derselbe Begriff für zwei Aspekte menschlichen Lebens, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Leidenschaft und Leiden. Zumindest auf den ersten Blick scheint das so und mutet merkwürdig an.

Tatsächlich geht der Begriff „Passion“ auf das lateinische Wort „passio“ zurück und umfasst beides: sowohl die Leidenschaft als auch das Leiden. Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten kommen folgende Überlegungen in den Blick: Beide – Leidenschaft wie Leiden – gehören zu den Grunderfahrungen menschlichen Lebens und prägen dieses Leben nachhaltig. Ein leidensloser Zustand ist ebenso undenkbar wie ein leidenschaftsloser.

Bekanntlich gibt es auch Leidenschaft, die Leiden schafft. Unglücklich Verliebte und gescheiterte Liebespaare können ein Lied davon singen. Seit alters her und vielstimmig, wie ein kurzer Blick in die einschlägige Weltliteratur belegt. Wie auch leidenschaftlicher Hass, der andere Menschen zu Opfern werden und leiden lässt. In seiner vielschichtigen Bedeutung bewahrt das Wort „Passion“ daher die grundlegende Erinnerung, dass es wohl mehr Verbindendes als Trennendes zwischen Leidenschaft und Leiden gibt.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Februar 2004 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Pfarrer Björn Uwe Rahlwes war lange Zeit Mitglied der Redaktion von „Evangelisches Frankfurt“. Danach wurde er Dozent am Religionspädagogischen Studienzentrum in Kronberg.

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