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Von – 1. Dezember 2005

Aufgeschlossen in der Nordweststadt

„Gesucht: Gefunden“– mit einer außergewöhnlichen Werbeaktion machte die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in der Nordweststadt ihre Einrichtungen und Angebote im Stadtteil bekannt. Auf dreißig Ständern lockten sechs verschiedene Plakatmotive, tausende Flyer hat die 1300 Mitglieder zählende Gemeinde, die vor vierzig Jahren zusammen mit der Nordweststadt entstand, unter die Leute gebracht: „Sind Sie auch auf der Suche? Dann kommen Sie doch vorbei. Sie sind herzlich eingeladen!“ Wer Stärkung sucht, kann sie im Gottesdienst finden, Kommunikation und Austausch beim Gesprächsabend, Begegnung im „Café Komm“, und leuchtende Augen sind in der Kinderkirche zu entdecken.

Gesucht und gefunden – mit auffälligen Plakaten machte die Dietrich Bonhoeffer-Gemeinde auf ihre Angebote aufmerksam. Foto: Oeser

Auf die Beine gestellt und mit viel ehrenamtlicher Unterstützung durchgeführt hat die Kampagne Vikarin Sabine Hannak, die ihr siebenmonatiges Spezialpraktikum zuvor in einer Werbeagentur gemacht hatte. „Unser Ziel ist die Information über die Angebote der Gemeinde und die Verkündigung der Botschaft Christi“, betont sie. Auch Pfarrer Ulrich Schaffert ist sich sicher: „Die Gemeinde wird durch die Aktion stärker wahrgenommen, das merken wir in den Computerkursen und auch beim Gottesdienstbesuch.“ Mehr Menschen als vorher rufen im Gemeindebüro an und erkundigen sich nach Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen, in denen die Gemeinde sich lebendig und aufgeschlossen im Stadtteil präsentiert. Ob Bastelkreis für Kinder, Frauenrunde, Chor, Seniorencafé, Internettreff, Eine-Welt-Gruppe, Kinderkirche und Jugendtreff: „Neue Gesichter sind hier immer willkommen“, verspricht der Handzettel.

„Aufgeschlossen sein heißt für uns auch, unsere Kirche zu öffnen“, sagt Pfarrer Schaffert. An allen Werktagen haben Menschen eine Stunde lang Gelegenheit zu Stille und Gebet. Möglich ist das seit zehn Jahren durch das ehrenamtliche Engagement des Ehepaars Grimm. „Wir wollen den Menschen Orientierung geben und Themen aufgreifen, die sie wirklich interessieren“, sagt Kirchenvorstandsmitglied Dieter Kellermann.

So plant die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde gemeinsam mit anderen Gemeinden im Frankfurter Norden im Januar eine Vortragsreihe zum Thema Islam, mit der die Grundlage für ein besseres, vorurteilsfreies Verstehen der immer zahlreicher werdenden muslimischen Bewohnerinnen und Bewohner der Nordweststadt gelegt werden soll.

Zukunftsthemen bestimmen also den Blickwinkel der in der Gemeinde Engagierten, auch wenn wie überall in Frankfurt in vielen Bereichen gespart werden muss. So bringt die Gemeinde die Bauunterhaltung für ihre Kirche selbst auf.

„Manchmal fühlen wir uns wie das berühmte gallische Dorf bei Asterix und Obelix, weil wir in all dem keinen Grund zum Jammern sehen“, beschreibt Ulrich Schaf­ fert die Stimmung. Eigeninitiative ist gefragt, und die gibt es in der Nordweststadt – „Gesucht: Gefunden“ eben.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Dezember 2005 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Gunda Höppner ist Pfarrerin in Niederrad.

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