Evangelisches Frankfurt

Zeitung für Mitglieder der evangelischen Kirche in Frankfurt am Main

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Ausgabe
Dezember 2006

Frauenpfarramt in Frage gestellt

Die Stelle der Pfarrerin im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum ist möglicherweise in Gefahr. In einem Brief an den Evangelischen Regionalverband Frankfurt hat die Landeskirche in Darmstadt die Weiterführung dieser Stelle „in Frage gestellt“. Geopfert werden soll die Stelle, um neu eingerichtete Projektstellen bei den Dekanaten zu finanzieren.

Pfarrerin Esther Gebhardt, die Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Regionalverbandes, hat auf das Ansinnen mit „Unverständnis“ reagiert: „Wenn man die strategischen Überlegungen zum Thema Zukunft der Kirche ernst nimmt, die derzeit auf verschiedenen Ebenen und auch in einem Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland diskutiert werden, dann frage ich mich, wie man auf die Idee kommen kann, ausgerechnet diese Stelle streichen zu wollen.“ In einem Brief an die Kirchenverwaltung habe sie zudem darauf hingewiesen, dass Frankfurt bereits im Jahr 2005 eine Pfarrstelle aufgegeben habe, um das Frauenpfarramt erhalten zu können.

Antje Schrupp

Kommentare

  1. Datum
    Februar 2007
    Autor
    Dekan Dr. Dietrich Neuhaus, Dekanat Frankfurt Mitte-Ost

    In dem Artikel heißt es: „Geopfert werden soll die Stelle, um neu eingerichtete Projektstellen bei den Dekanaten zu finanzieren“. Diese Aussage ist in dieser Verkürzung falsch und irreführend. Die Errichtung von hauptamtlichen Dekane-Stellen und Profilstellen war der personalpolitische Kern des landeskirchlichen Reformprogramms zum Ausbau der „Mittleren Ebene“. Es ist in Bezug auf die Frankfurter Situation nicht so, dass die Frauenpfarrstelle weg fallen würde, damit auf Dekanatsebene eine Projektstelle errichtet werden kann. Von den Kürzungen sind nach dem Plan der Kirchenverwaltung der Regionalverband mit der Kürzung der Frauenpfarrstelle betroffen und die Dekanate mit der Kürzung einer Profilstelle und einer 0,5 Stelle für Stadtkirchenarbeit an der Messe.

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