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Von – 1. Februar 2007

Epiphaniaskirche neu und hell

„Eine schöne Kirche macht die Arbeit leichter,“ sagt Pfarrerin Lisa Neuhaus von der Petersgemeinde. Rund ein halbes Jahr war das fünfzig Jahre alte Gotteshaus der Gemeinde, die Epiphaniaskirche im Nordend, geschlossen. Nach einer umfassenden Sanierung strahlt die Kirche nun wieder neu und hell. Es ist ein Ort, der zur Konzentration einlädt. Blickfänge sind die Seitenfenster, das Fenster und der Ziegelsteinbogen im Chorraum. Er erinnert daran, dass die Epiphaniaskirche nach dem Zweiten Weltkrieg neu aus den Ruinen der ehemaligen Immanuelskirche entstanden ist. Markant ist auch der gelbe Farbanstrich der Außenfassade der denkmalgeschützten Kirche. „Man fühlt sich hier zu Hause“, reagierte eine Gottesdienstbesucherin, die sich noch gut an früher erinnert.

Die Epiphaniaskirche strahlt nach ihrer Renovierung in neuem Glanz. Vor allem das bunte Glasfenster hinter dem Altar ist ein Blickfang. Foto: Oeser

Die Sanierung, die rund 600000 Euro kostete, war möglich mit Hilfe eines großen Engagements der Gemeinde. Kirchenvorsteher Alexander Klemm, Finanzwissenschaftler und Banker, hatte eine Fundraisinggruppe ins Leben gerufen. Mit Benefizkonzerten, Lichtinstalla­ tionen, dem Verkauf von Kirchenwein und anderen fantasievollen Aktionen konnte die Gemeinde ein Drittel der Kosten aufbringen, den Rest finanzierten der Evangelischen Regionalverband und die Frankfurter Evangelische Kirchenstiftung.

Aber nicht nur beim Fundraising engagieren sich Profis in der Gemeinde. Pfarrerin Neuhaus erlebt immer wieder, dass Menschen danach fragen, wo sie mitarbeiten und wie sie ihre Fähigkeiten einbringen können. Gottesdienste ganz unterschiedlicher Art sind einer der Schwerpunkte der Gemeindearbeit, sei es gemeinsam mit der Kindertagesstätte, in Form von „Nachtgottesdiensten“ mit anschließendem Essen und Trinken oder die traditionelle Liturgie der Deutschen Messe. Daneben bietet die Kirche auch Raum für Konzerte und Kirchenmusik oder Taizé-Andachten. Der nächste Schritt soll die Kirchenöffnung auch an Werktagen als Ort der Besinnung sein.

In den letzten Jahren hat im Holzhausenviertel ein Generationenwechsel stattgefunden. Viele junge Familien sind im Nordend eingezogen, auch viele Singles – die Gemeinde verzeichnet deshalb derzeit mehr Taufen als Beerdigungen. Aufgenommen wird diese Entwicklung durch vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche und Alleinlebende. Der viergruppige Kindergarten und ein Kinderhaus für Kinder bis zwölf Jahren geben Familien aus verschiedenen Nationen und kulturellen Hintergründen eine Verwurzelung im Stadtteil. Aber auch im Dasein für Menschen ohne festen Wohnsitz, für Bedürftige, darunter eine Flüchtlingsfamilie, sieht die Gemeinde einen wichtigen diakonischen Auftrag.

Neue Impulse wird wohl auch der ehemalige Museumspfarrer Andreas Hoffmann mitbringen, der seit vergangenem Herbst in der Petersgemeinde tätig ist. Ein Wermutstropfen bleibt das schwierige Projekt der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter. Hierfür hatte die Gemeinde 2003 die Peters­ kirche abgegeben, aber noch immer ist der Umbau nicht fertig. Eigentlich war zugesagt, dass die Gemeinde hier Räume nutzen kann, doch derzeit ist noch alles offen. „Für manche, die besonders mit dieser Kirche ver­ bunden sind, bleibt das eine Wunde“, bedauert Neuhaus.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Februar 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Gunda Höppner ist Pfarrerin in Niederrad.

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