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1. Februar 2007

Haus am Dom eröffnet

Kemphaus: „Christentum ist Stadtreligion“

Mit dem neu eröffneten „Haus am Dom“ ist es der katholischen Kirche gelungen, sich neu in der Stadt zu platzieren. Der Um- und Ausbau des ehemaligen Hauptzollamtes zwischen Braubachstraße und Dom kostete 22 Millionen Euro. Damit hat jetzt auch die katho­lische Kirche ein Gegenüber zum Dominikanerkloster am Börneplatz, dem Sitz des Evangelischen Regionalverbandes.

Der scheidende Bischof Franz Kamphaus, der sich trotz aller Finanznöte persönlich für diesen Bau eingesetzt hat, sprach bei der Eröffnung von der „interkulturellen Diakonie“ als Kernaufgabe des neuen Begegnungszentrums. Der diakonische Dienst der Kirche in der Stadtkultur „besteht nicht zuletzt darin, Menschen füreinander erreichbar zu machen, die sich sonst in Subkulturen voneinander abschotten“, sagte der Bischof.

Kamphaus wies auf die Bedeutung der Stadt als Lebensraum hin. Das Christentum habe seinen Weg von den Städten her angetreten und sei von Anfang an Stadtreligion gewesen. Kamphaus erinnerte an die Bedeutung von Städten wie Jerusalem, Rom oder Byzanz. Die Kirche könne auch heute nicht auf dem Land überwintern. „Verschwindet die Kirche aus den Städten, dann verschwindet sie ganz“, prophezeite Bischof Kamphaus. Deshalb gelte es, die Stadt als Ort kirchlicher Präsenz neu zu entdecken. Mit dem Bau zeigt die katholische Kirche aber nicht nur Präsenz. Mit dem Steildach und dem Erhalt der Bauhaus-Architektur gibt sie auch buchstäblich einen Maßstab für die Neubebauung der Altstadt vor.

„Wes Herz voll ist, dem geht der Mund über“, sagt ein Sprichwort. Das Herz des Dezernenten für Bildung und Kultur des Bistums Limburg, Eckhard Nordhofen, war an diesem Tag verständlicher Weise voll, und er beförderte die Leiterin der Evangelischen Stadtakademie, Pfarrerin Ute Knie, gleich zur Präsidentin, sich wohl daran erinnernd, dass die evangelische Kirche keinen Bischof, aber einen Kirchenpräsidenten hat. Im neuen Miteinander wird man sicherlich auch mit den Konturen und Eigenarten der anderen Konfession vertrauter.

Kurt-Helmuth Eimuth

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Februar 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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