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1. Mai 2007

Der Geist macht die Kirche

Jedes Jahr an Pfingsten feiert die Kirche – die weltweite Gemeinschaft aller, die sich zu Jesus Christus bekennen – ihren Geburtstag. Man erinnert sich an eine Art Initialzündung: Rund sieben Wochen nach Jesu Tod und Auferstehung begann die Ausbreitung des Christentums – ein Prozess, der noch immer nicht zum Ende gekommen ist.

In Jerusalem feierte man fünfzig Tage nach dem jüdischen Passahfest das „Wochenfest“. In einem Haus sitzen Jesu Jünger, Freundinnen und Freunde zusammen, etwa 120 Personen. Da ergreift sie ein Geschehen, das nur in Bildern umschrieben werden kann: Gottes Geist – das Wort hat zugleich die Bedeutung „Hauch“, „Atem“, „Wind“, „Sturm“ – erfasst die Gruppe und treibt sie zu ekstatischem Lobpreis der großen Taten Gottes. Gleichzeitig können die vielen anwesenden Juden unterschiedlicher Muttersprache das Gemeinte verstehen. Ergebnis: Dreitausend Menschen sind überzeugt und lassen sich taufen, werden zu Anhängerinnen und Anhängern Jesu. So beschreibt Lukas in der Apostelgeschichte, Kapitel 2, die Entstehung der Kirche, deren Verkündigung nicht aufzuhalten ist, dabei alle Grenzen überwindet und Verständigung schafft.

An ihrer „Geburtstagsfeier“ wird die Kirche zur Bescheidenheit gemahnt: Nicht die mensch­ lichen Leistungen bringen sie voran, sondern der Geist Gottes. Die Kirche wird aber auch getröstet: Gott selbst verhilft ihr letztlich – auch gegen Unfähigkeit und Widerstände – zum Durchbruch und stiftet Gemeinschaft. Einen Abglanz jener Stimmung in Jerusalem kann man beim Ökumenischen Pfingstfest auf dem Römerberg einfangen: am Pfingstmontag um 11 Uhr sowie beim anschließenden Fest im Dominikanerkloster, zusammen mit christlichen Gemeinden aus der ganzen Welt.

 

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2007 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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