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1. Mai 2007

„Die Werke Bachs sind der Maßstab“

p(einleitung). Der Frankfurter Kantatenkreis nimmt neue Sängerinnen und Sänger auf

Die Festschrift zum Anlass des 50-jährigen Be­ ­ stehens des Frankfurter Kantatenkreises, veröffentlicht 2002, ist nicht eine Sammlung der üblichen Dankesreden, sondern eine gut recherchierte Broschüre zur Historie des Traditionschores. Sie offeriert nicht nur Berichte und Konzertrezensionen aus praktisch allen wichtigen Frankfurter Presseorganen, sondern auch so manches Überraschende, fast schon Skurrile: Zum Beispiel die Abbildung einer Schallplattenaufnahme mit Deutschen Heimatliedern („Ich schieß den Hirsch“, „O Schwarzwald“, „O Heimat drunten im Unterland“) aus dem Jahre 1959, die der Chor unter seinem damaligen Leiter, dem studierten Kirchenmusiker und Gesangspädagogen Herbert Manfred Hoffmann, einspielte. Dass Hoffmann ganz nebenbei auch ein talentierter Poet war, belegen mit dem Kürzel HMH gezeichnete Gedichte.

!(kasten)2007/05/seite06_oben.jpg(Frank Hoffmann und Peter Ramge – am Klavier – führen den Frankfurter Kantatenkreis zu musikalischer Perfektion. Gelegenheit, den Chor zu hören, gibt es am Sonntag, 24. Juni, um 18 Uhr in der Heiliggeistkirche am Börneplatz zum Abschluss der Frankfurter Orgeltage. Auf dem Programm stehen Werke von Scheidt, Buxtehude, Duruflé und Kodály. | Foto: Surrey)!

Natürlich war und ist das Hauptanliegen des Klangkörpers, der im Oktober 1952 im Haus des Architekten Karl Martin Kühn in Sachsenhausen gegründet wurde, die Pflege klassischer Gesangsliteratur weltlicher und geistlicher Art durch die Jahrhunderte. Der Chor begann mit einem vorerst bescheidenen Repertoire von Motetten und kleinen Kantaten, in Frankfurter Kirchen und Umgebung Abendmusiken zu veranstalten. Ein Glücksfall für Hoffmann und seinen Chor war das Zusammentreffen mit Arnold Thrun, dem Präsidenten der Freunde der Kirchenmusik (heute Kirchenmusikverein Frankfurt). Bedeutende Werke von Bach, Dvorák, Liszt, Brahms, Mozart und Schütz erlebten durch den Kantatenkreis immer wieder künstlerisch hochwertige Aufführungen in Kirchen und auf Konzertpodien in und um Frankfurt.

Auch die ehrwürdige Alte Oper beehrte der Chor, der auch gesellige Veranstaltungen und gemeinschaftliche Reisen schätzt. Wäre es denkbar, dass der Chor heute, weitere fünf Jahre nach dem runden Geburtstag, eine ähnlich konzipierte Aufnahme wie jene Volksmusikplatte einsingen würde? Frank Hoffmann, der derzeit mit viel Engagement den heute aus 70 Sängerinnen bestehenden Kantatenkreis leitet und auch als Organist in der Frankfurter Kirchenmusik-Szene als Koryphäe gilt, gibt sich weise: „Ich könnte mir die chorische Beschäftigung damit heutzutage nur in ganz zeitgemäßen Arrangements vorstellen“, erklärt Frank Hoffmann, der vor drei Jahren die Leitung des Klangkörpers von seinem Vater übernommen hat. „Insofern würde eine solche Aufnahme heute ganz anders klingen als 1959.“ Befragt nach seinen Lieblingskomponisten, nennt der Kirchenmusiker neben den romantischen Tonsetzern den Barockmeister schlechthin: „Die Beschäftigung mit Werken Johann Sebastian Bachs ist immer wieder Herausforderung und Ansporn. Bach ist der Maßstab, sowohl für die Orgel- als auch die Chorliteratur.“ Bei der Leitung des Kantatenkreises wird der 36-Jährige von dem Korepetitor Peter Ramge unterstützt, zudem arbeitet als Stimmbildnerin die Mezzosopranistin Yvonne Steinkamp-Deetjen im Team mit. Die Chorproben finden jeden Mittwoch von 19.30 Uhr bis gegen 22 Uhr in der Gemeinde Cantate Domino, Ernst-Kahn-Straße 20, in der Nordweststadt statt. Interessierte Chorsängerinnen (bis 50 Jahre) und Chorsänger (bis 55 Jahre) sind jederzeit willkommen. Gute Notenkenntnisse und Chorerfahrung sind freilich erforderlich. Für die Einstudierung sind unter anderem Motetten von Maurice Duruflé und Laudes Organi von Zoltán Kodály vorgesehen.

p(autor). Joachim Schreiner

h3. Konzerte – nicht nur für Orgelfans

Im Mai und Juni kommen Orgelfans voll auf ihre Kosten. Hochkarätige Konzerte verspricht der Kirchenmusikverein Frankfurt in
der Reihe „Frankfurter Orgeltage“ immer sonntags um 18 Uhr in der Heiliggeistkirche am Börneplatz. Am 13. Mai spielt Volker Ellenberger Werke von Buxtehude. Am 20. Mai bringt Frank Hoffmann zusammen mit Stefan Gleitsmann (Oboe) Werke von Loeillet, Telemann, Alain und Thalben-Ball zu Gehör. Am 27. Mai trägt Herbert Manfred Hoffmann Werke von Bach, Frescobaldi, Buxtehude und Pachelbel vor. Am 3. Juni spielt Sebastian Küchler Blessing Werke von Mendelssohn, Brahms, Bach und Tournemire. Am 10. Juni stehen Werke von Bruhns, Bach, Merkel und Boellmann auf dem Programm, Organist ist wieder Herbert Manfred Hoffmann. Am 17. Juni spielt Gerhard Löffler Werke von Bach, unter anderem die Schübler-Choräle und die Fantasie g-moll. Informationen unter Telefon 520740.

Auch in der Katharinenkirche an der Hauptwache stehen in nächster Zeit Orgelkonzerte auf dem Programm: Werke von Bach, Buxtehude und Gigout spielt Rolf-Henry Kunz am Sonntag, 13. Mai. In der Reihe „Podium der Jungen“ spielt Denny Wilke am Sonntag, 10. Juni, Werke von Mozart, Bach, Alain und anderen. Am Sonntag, 24. Juni, bringt Martin Lücker Werke von Tournemire, Bruhns, Bach und Reger zu Gehör. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Außerdem erklingt in der Katharinenkirche jeden Montag und Donnerstag um 16.30 Uhr eine halbe Stunde Orgelmusik.

In der Auferstehungskirche in Praunheim, Graebestraße 2, gibt es Sonntagnachmittags „Spazierwegkonzerte“ mit Orgelmusik, und zwar am 13. Mai und 20. Mai jeweils um 15 Uhr. In der Martinuskirche in Schwanheim, Martinskirchstraße 52, bringt Gerhard Löffler am Sonntag, 13. Mai, zusammen mit einem Streichorchester Werke von Bach und Bunk zu Gehör, am Sonntag, 24. Juni, stehen Bach, Franck, Reger und Schumann auf dem Programm, jeweils um 17 Uhr.

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2007 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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