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1. Mai 2007

„Jede Arbeit würdigen“

p(einleitung). Pröpstin Gabriele Scherle predigte zum 1. Mai

„Respekt“ war das Thema eines Ökumenischen Gottesdienstes zum „Tag der Arbeit“, den die Frankfurter Kirchen am Vorabend des 1. Mai im Dom feierten. In ihrer Predigt unterstrich Pröpstin Gabriele Scherle, dass gewerkschaftliche Forderungen nach fairem Lohn, guter Arbeit und gerechter Teilhabe berechtigt seien, dass jedoch Gottes „barmherzige Gerechtigkeit“ andere Maßstäbe anlege als die herkömmlichen Vorstellungen von Gerechtigkeit, die auch in solchen gewerkschaftlichen Forderungen durchscheinen. Dabei verwies Scherle auf das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg: Auch diejenigen, die nur eine Stunde arbeiten, erhalten den vollen Lohn. „Wir müssen uns fragen lassen, ob wir neidisch sind, wenn Menschen auch für geringe Leistung das Lebensnotwendige erhalten.“

„Unser Leben verdankt sich weder am Anfang noch am Ende, aber auch nicht dazwischen unserer eigenen Leistung“, betonte Scherle. Nicht nur Erwerbsarbeit zähle, sondern auch die in Haushalten, für beides müssten Lösungen gefunden werden. „Dass alle Arbeit gewürdigt wird und dass sie das Auskommen sichert, darf nicht in Frage stehen.“ Wenn Jesus gesagt habe, dass es immer Arme geben werde, habe er nicht einer Spaltung der Gesellschaft das Wort geredet, sondern darauf hingewiesen, „dass es immer Menschen geben wird, die sich ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sichern können. Auch denen soll ein Leben in Würde ermöglicht werden.“ Dass es schick geworden sei, die solidarischen Sicherungssysteme als überholt hinzustellen, müsse „für Christen befremdlich sein.“

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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