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1. Mai 2007

Keine halben Sachen

p(einleitung). Kirchen lehnen Angebot zur Flüchtlingsbetreuung ab

Ein Angebot der Hessischen Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge an die Kirchen, nachts die pädagogische Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen am Frankfurter Flughafen zu übernehmen, haben der Evangelische Regionalverband und der Caritasverband in einem gemeinsamen Schreiben abgelehnt. Mit diesem Angebot hatte das Land auf die Kritik daran reagiert, dass Kinder oft tagelang ohne Betreuung in der Flüchtlingsunterkunft bleiben müssen („„Evangelisches Frankfurt“ berichtete“:http://evangelischesfrankfurt.de/2007/04/erschreckender-mangel-an-empathie).

Das Problem der Betreuung unbegleiteter Kinder lasse sich nicht mit dem punktuellen Einsatz von Honorarkräften wäh­ rend der Nacht lösen, betonen Pfarrerin Esther Gebhardt, die Vorsitzende des Regionalverbands, und Caritasdirektor Hartmut Fritz in ihrem Antwortbrief. Abgesehen davon, dass es den Kirchen nicht möglich sei, einen solchen Personalpool für Notfälle bereit zu halten, sei die Unterkunft am Flughafen „generell nicht kindgerecht“.

Notwendig sei eine qualifizierte Betreuung rund um die Uhr durch kontinuierlich in der Unterkunft eingesetzte und spe­ ziell geschulte Fachkräfte. „Das Wohl des Kindes muss über allen juristischen und anderen Interessen stehen“, betonte Gebhardt.

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Kommentare zu diesem Artikel

  • Christa Willich-Klein schrieb am 15. Juni 2007

    Erfreut bin ich zu lesen, dass „keine halben Sachen“ bei der Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge gemacht werden sollen und dass sich der Evangelische Regionalverband und die Caritas zu einer gemeinsamen Linie zusammenfinden konnten. Ich finde diese Entscheidung richtig und hoffe, dass sich die maßgeblichen Politiker zu einer ganzen Sache durchringen können. Des Weiteren möchte ich Ihnen sagen, dass mir Ihr Kommentar „Niedriglöhne nicht schönreden“ aus dem Herzen gesprochen ist. Sehr mutig. Die Zeitung hat Profil, weil die Mitarbeiter/innen es haben.

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