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1. Juli 2007

Auszeichnung für Fraport umstritten

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat den Betreiber des Rhein-Main-Flughafens, die Fraport AG, als eines von acht Unternehmen mit dem diesjährigen Arbeitsplatzsiegel „Arbeit Plus“ ausgezeichnet. Bischof Wolfgang Huber sagte bei der Preisverleihung während des Kirchentages, die Preisträger leisteten einen wichtigen Beitrag dazu, „dass unsere Wirtschaft menschlicher wird und menschlich bleibt.“

Von Seiten der Beschäftigten und der Gewerkschaft Verdi gab es jedoch kritische Nachfragen zu der Auszeichnung. So sei die
von der EKD gewürdigte Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung für die Beschäftigten „eher eine Belastung“, sagte Harald Rose,
Gewerkschaftssekretär am Flughafenbüro von Verdi, gegenüber „Evangelisches Frankfurt“. Zudem seien die guten Ergebnisse der Fraport AG auch dadurch zu erklären, dass inzwischen ein gutes Drittel der Beschäftigten bei den Bodenverkehrsdiensten in Tochtergesellschaften angestellt sei – zu deutlich schlechteren Bedingungen.

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Juli 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Kommentare zu diesem Artikel

  • Christa Willich-Klein schrieb am 4. Juli 2007

    Danke daß die Redaktion sich des Themas Gütesiegel der EKD an Fraport angenommen hat. Daß Sie vor Ort nachgefragt haben, ist eine gute Sache. Die Aussagen der Beschäftigten und der Gewerkschaft, die Sie bringen, gehen in die Richtung unserer Kritik, daß das wirtschaftswissenschaftliche Institut, das die Bewertung der Unternehmen für die Gütesiegelvergabe vornimmt, unwissenschaftlich arbeitet. Es wurden Daten in den Unternehmen erhoben mittels Interviews und Fragebögen. Die Aussagen wurden als Fakten interpretiert. Bekanntlich sind die Antworten aus Interviews und Fragebögen aber Einstellungen und Meinungen, und es ist nicht zu klären, ob es jeweils die tatsächliche Meinung/ Einstellung des Befragten ist, oder eine, von der der Befragte will, daß der Fragende sie als die Meinung/ Einstellung des Befragten nehmen soll. Unser zweiter Kritikpunkt wurde bestätigt, daß es ein Fehler ist, die Tochtergesellschaften nicht zu berücksichtigen. In ihnen herrschen Bedingungen, die eine Gütesiegelvergabe nicht zulassen würden.
    Ansonsten möchte ich Ihnen sagen, daß ich das Evangelische Frankfurt mit großem Interesse lese, weil es vielseitig ist und kontroverse und unbequeme Themen nicht scheut!

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