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1. Juli 2007

Mit anderen Augen

p(einleitung). Austausch bei der „Interkulturellen Bibelwoche“

Über kulturelle Zugänge zu theologischen Fragen tauschten sich Christen und Christinnen verschiedener Nationalität bei einer „Interkulturellen Bibelwoche“ im Ökumenischen Zentrum Christuskirche am Beethovenplatz im Westend aus. „Viele deutsche Gemeinden haben fremdsprachige Gemeinden aufgenommen und stellen ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung, aber es kommt wenig zum theologischen Austausch“, sagte Pfarrerin Ursula Schoen, die die Bibelwoche unter dem Motto „Christusbilder – mit den Augen anderer lesen“ zusammen mit Dietmar Will von der Pfarrstelle Ökumene schon zum dritten Mal vorbereitet hatte. Vier fremdsprachige Gemeinden haben sich dieses Jahr daran beteiligt.

Im Schatten der Christuskirche, den Abendhimmel über sich, einen Gänseblümchenteppich zu Füßen, so saß bei der Auftaktveranstaltung eine kleine Gruppe Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammen. Mitvorbereitet hatte diesen Abend Pfarrer Chi my Nguyen von der vietnamesisch-methodistischen Gemeinde. Gemeinsam wurde ergründet, welche Fragen eine Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium auf-gibt, wo der Bußprediger Johannes seine Jünger ausschickt, um Jesus zu fragen, ob er wirklich der Messias sei.

Vom Nachdenken über die Zweifel des Johannes war es nicht weit zum eigenen Gottesbild. „Jesus ist so groß, das macht mir manchmal Angst“, sagte eine junge Frau, die sich als „suchend“ im Glauben beschrieb. „Vertrauen“ war für andere ein zentraler Aspekt ihres Gottesbildes. „Bei uns in Vietnam beten die Menschen zu vielen Göttern, aber keinen davon kann ich Vater nennen, und keiner ist für uns sündige Menschen gestorben“, sagte Pfarrer Chi my Nguyen. Im asiatischen Kulturkreis glaubten viele Menschen, dass man für das bestraft werde, was man getan habe. Ihm sei es eine große Freude, etwas ganz anderes predigen zu können: dass Jesus nicht Rächer und Richter sei, sondern Erlöser und Freund.

Zum Schluss der Runde hieß es noch einmal Stühle rücken. „Wir essen gemeinsam, das ist Tradition“, so Pfarrerin Schoen, und dankte, dass ein Gemeindemitglied der vietnamesisch-methodistischen Gemeinde für alle gekocht hatte.

p(autor). Anne-Rose Dostalek

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Juli 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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