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1. September 2007

Alles unter einem Dach

„Als ich das erste Mal in der Stephanuskirche war, spielten im hinteren Bereich Kinder Hockey. Das war recht ungewohnt für mich“, erinnert sich Holger Kamlah, seit drei Jahren Pfarrer in Unterliederbach. Die Gemeinde hat sich längst daran gewöhnt, dass in ihrer Kirche nicht nur Gottesdienste in verschiedenen Formen stattfinden, sondern auch Seniorengymnastik, Mitarbeiterfeste, Ferienspiele oder die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft.

!(rechts)/2007/09/seite06_untenlinks.jpg(Moderne Architektur, Platz für alle Generationen: die umgebaute Stephanuskirche in Unterliederbach. | Foto: Ilona Surrey)!

Die Gemeinde Unterliederbach gehört zu denen, die ihre Gebäudefläche bereits verkleinert haben – sie verzichtete auf das Gemeindehaus und weitere Räumlichkeiten in der Hunsrückstraße. Umgeben von Grün ist die umgebaute Stephanuskirche heute hell und einladend nicht nur von außen, sondern auch innen. Die Gemeinde ist näher zusammengerückt, verschiedene Gruppen und Generationen begegnen einander. Statt jeden Sonntag Gottesdienst in beiden Kirchen gibt es nur noch einen, dafür in verschiedenen Formen wie zum Beispiel den „Gottesdienst für Interessierte“ alle zwei Monate sonntags um 18 Uhr mit Theater oder Band. Über die neuen Räume, an denen manche Wand weiß bleibt, weil nicht mehr jede Gruppe ihre eigenen Bilder aufhängt, freuen sich besonders die Jugendlichen: Kicker, Computer und Discoraum sind jetzt nicht mehr im Keller, sondern im Glockenturm.

Es gibt aber auch Grenzen der Nutzbarkeit: Früher waren bei der Kerb die Sektbar der Feuerwehr und an Fastnacht die Kappesitzung des Karnevalsvereins im Gemeindehaus. Jetzt muss immer wieder neu entschieden werden: Was passt, was passt nicht in einen Kirchenraum? Doch auch wenn öfter Tische, Stühle und Möbel gerückt werden müssen, zu den alten Zeiten möchte niemand mehr zurück.

Neben der Stephanuskirche behielt die Gemeinde auch die alte barocke Dorfkirche – doch die muss sie aus Spenden selbst unterhalten: 15000 Euro im Jahr bringt sie dafür auf. „Wir erfahren große Unterstützung durch die Unterliederbacher. Die Menschen hängen an ihrer Dorfkirche“, freut sich Kirchenvorsteherin Elisabeth Geselle.

p(autor). Gunda Höppner

p(hinweis). Siehe auch: „Bauunterhalt: 21 Millionen fehlen“:/2007/09/bauunterhalt-21-millionen-fehlen, „Transparend im Nordend – mit Glas und Licht“:/2007/09/transparenz-im-nordend-mit-glas-und-licht, „Grenzorte des Heiligen“:/2007/09/grenzorte-des-heiligen.

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. September 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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