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1. September 2007

Das Paradox der Sprache

p(einleitung). Kunst im neuen Seckbacher Gemeindehaus soll irritieren

„Das kann ja niemand lesen“ entfährt es manchen bei der ersten Besichtigung der neuen Trennwand im Gemeindesaal der Seckbacher Mariengemeinde. Auf der nach außen gerichteten Seite zeigt sie schemenhaft eine Menschengruppe, auf der dem Saal
zugewandten Sei­ ­ te Laubbäume. Oberhalb der Illus­ trationen brachte der im Stadtteil lebende Künstler Klaus Schneider Zitate in Blindenschrift an. Ein Paradox: Sehende können die Buchstaben nicht lesen, Blinde nicht ertasten.

!(rechts)/2007/09/seite10_unten.jpg(Die neue Faltwand im Gemeindehaus der Mariengemeinde kann mit wenigen Handgriffen abgebaut werden und ermöglicht so eine flexible Raumgestaltung. Entworfen hat sie der Seckbacher Künstler Klaus Schneider. | Foto: Rolf Oeser)!

Die Schriftzeichen sorgen für Irritation, und genau dies beabsichtigte Schneider, der sich „visueller Poet“ nennt, mit seinem Kommunikationsbild: „Zu 49 Prozent bin ich von Sprache fasziniert, zu 51 Prozent bin ich skeptisch, ob sie ihren Auftrag erfüllt.“ Mit einer Portion Ironie wolle er in seinen Werken auf die Grenzen der menschlichen Kommunikation aufmerksam machen.

Der Kommunikation in der Mariengemeinde jedenfalls hat das Umgestaltungs- und Verkleinerungsprojekt, zu dem die Installation der Trennwand gehört, gut getan. Die Finanzierung der Innenaustattung des neuen Gemeidehauses wurde von der Gemeinde zu einem beträchtlichen Teil durch Spenden und Sponsoring selbst aufgebracht.

Auch Klaus Schneider „schenkte“ seine künstlerischen Vorlagen der Gemeinde. Sie wurden auf Resopal aufgebracht, und das Herstellerunternehmen lieferte die in einem aufwändigen Druckverfahren her­ gestellten Fronten zum Materialpreis.

p(autor). Birgit Arens-Dürr

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. September 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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