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1. November 2007

Schätze ohne Heimat

p(einleitung). Neues Buch über Bilderzyklus aus St. Katharinen

„Da diskutiert man darüber, dass die Altstadt historisch aufgebaut werden soll, aber die wirklich historischen sakralen Schätze will niemand haben“ – für Evelyn Brockhoff, die Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte, ist es unverständlich, dass die alten Emporenbilder der Katharinenkirche aus dem 17. Jahrhundert nach wie vor keinen Ort in Frankfurt finden. Nur acht von insgesamt 80 Gemälden sind jetzt dauerhaft an der Orgelempore der Katharinenkirche angebracht worden.

!(kasten)2007/11/seite07_oben.jpg(Die von den Philistern geraubte Bundeslade malte Christoph Metzler nach einer Vorlage von Matthäus Merian d. Ä. für die Katharinenkirche. Er kombinierte das Motiv mit dem Emblem der Waage, die darauf hinweist, dass man im Leben zwischen Machtvorteilen und uneigennütziger Liebe abwägen muss. | Foto: Rolf Oeser)!

Zusammen mit Joachim Proescholdt, dem früheren Pfarrer der Katharinengemeinde, stellte Brockhoff das Buch „Emporenmalerei aus St. Katharinen. Ein Frankfurter Kleinod“ vor, das in der Reihe „Studien zur Frankfurter Geschichte“ erschienen ist. Proescholdt hatte die lange ver­ loren geglaubten Bilder in den 1970er Jahren wieder entdeckt. Sein umfangreiches Wissen hat er jetzt in Buchform gefasst: Detailgenau kommentiert und erläutert Proescholdt jedes einzelne Bild. Von vielen hat er die Vorlagen ausfindig gemacht, die oft aus Andachtsbüchern oder anderen Gemälden stammen, und konnte die meisten auch einem bestimmten Maler zuordnen. Außerdem macht er die theologischen Hintergründe der Werke verständlich, die auf die pietistische Frömmigkeit Philipp Jakob Speners zurückgehen, der damals als Hauptpfarrer in Frankfurt wirkte und den Zyklus vermutlich in Auftrag gegeben hat.

Der Druck des aufwändig gestalteten Bandes mit 446 Seiten und zahlreichen Abbildungen wurde durch Zuschüsse der evangelischen Kirche und der Stadt Frankfurt möglich. Er ist im Verlag Waldemar Kramer erschienen und kostet 34,80 Euro.

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. November 2007 in der Rubrik Bücher & Filme, erschienen in der Ausgabe .

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