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1. Dezember 2007

Samtkleid auf Kreuz

p(einleitung). Kreatives zu „Frauen, Körper und Glaube“

Auf das einfache Holzkreuz in der Mitte des Raums ist ein weinrotes Samtkleid gespannt – befes­ tigt mit Wäscheband. Darauf stehen mit Wäschetinte geschrieben Worte wie Ergebenheit, Nachsicht, Sorge, Häuslichkeit, Verlässlichkeit, auch Liebe, Vertrauen, Mütterlichkeit.

Das „sprechende“ Objekt mit eigenem Samtkleid hat Regine Cora geschaffen, eine der Künstlerinnen, die sich im Rahmen eines Vormittagsateliers der Evangelischen Familienbildung mit dem Thema „Bei mir bist du schön. Frauen, Körper, Glaube“ auseinandergesetzt haben. So lautete das Jahresmotto, unter dem der Verband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau eine Vielzahl von Projekten initiiert hat.

!(kasten)2007/12/seite08_oben.jpg(Regine Cora – mit blauem Pullover – erklärt ihre Arbeiten, die im Rahmen der Kreativwerkstatt der Evangelischen Familienbildung in Sachsenhausen entstanden sind. Hier beginnen laufend neue Kurse zu verschiedenen künstlerischen Techniken, im Januar etwa steht ein Grundkurs Malen und Zeichnen auf dem Programm. Außerdem gibt es ein „Vormittagsatelier“ für alle, die ihren eigenen Malstil finden möchten. Aber auch mit Ton, mit Filz, mit Pflanzen oder Keramik wird gearbeitet. Kontakt unter Telefon 60500437. | Foto: Rolf Oeser)!

In der Kreativwerkstatt der Frankfurter Familienbildung ließen sich davon rund zwanzig Frauen inspirieren und fertigten sehr unterschiedliche Objekte und Bilder an. In neue Zusammenhänge gestellt nahmen einige Lieblingskleidungsstücke eine überraschende Bedeutung an. „Es ist wirklich toll, welche Ideen die Frauen hatten und welche Bandbreite an Werken in den Vormittagsateliers entstanden ist“, freut sich Monika Roth, die die Kreativwerkstatt seit über dreißig Jahren leitet. Bezeichnend war etwa auch Sabine Rosts Zeichnung eines Besenstils, der anstelle eines Kopfes aus einem Kittelkleid heraussieht.

Themen wie Frauenrollen, der Druck der Normen oder die Befreiung von Konventionen wurden auch in Collagen und leuchtenden Gouachen aufgegriffen. Die Künstlerinnen setzten sich dabei auch mit Konzepten von Schönheit, Jugend und Älterwerden, Tod und Zeit auseinander. Ihre Werke sind noch bis Ende des Jahres bei einer Ausstellung in der Familienbildung in Sachsenhausen, Darmstädter Landstraße 81, zu sehen.

p(autor). Stephanie von Selchow

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Dezember 2007 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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