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1. Dezember 2007

Zeit für tatkräftige Nächstenliebe

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Die Bereitschaft zu tatkräftiger Nächstenliebe ist in diesen Wochen besonders groß. Frau S. zum Beispiel schickt mir seit vielen Jahren zu Weihnachten einen Scheck über eine beträchtliche Summe, den wir einer Arbeit der evangelischen Kirche zukommen lassen können, die besonderen Bedarf hat. Andere Menschen sind bereit, etwa bei der Obdachlosenspeisung oder anderen Weihnachtsaktionen tatkräftig mitzuhelfen. Und es gibt noch vieles, was wir tun oder wo wir uns einbringen können.

Die eine oder andere kritische Frage dazu habe ich auch immer wieder gehört: Warum ausgerechnet zu Weihnachen? Müsste man denn nicht das ganze Jahr über spenden und Nächstenliebe praktizieren? Natürlich müsste man – und tut es eben oft genug nur unzureichend. Ich sehe in der größeren Bereitschaft, zum heiligen Fest hin Zeit oder Geld mit anderen zu teilen, etwas anderes: Hier zeigt sich auch ein Verständnis von dem, um was es zu Weihnachten wirklich geht. Denn in der Tat geht es nicht um Konsum oder Kuschelgefühle im privaten und familiären Umfeld, sondern darum, zu Weihnachten auch andere Menschen im Blick zu haben.

Wenn denn Weihnachten bedeutet, dass Gott zu uns kommt, dann kommt er auch zu uns als Menschengemeinschaft. Dann stellt das auch unsere Welt in Frage, die in Reich und Arm, Begünstigte und Benachteiligte, Fremde und Alteingesessene so trefflich aufzuteilen weiß. Indem wir spenden oder Gutes tun für diejenigen, die vom Schicksal oder von unserer Weltordnung nicht das gleiche Glück oder den gleichen Wohlstand zugeteilt bekommen haben, überwinden wir ansatzweise solche Barrieren. Ich kann mir kein besseres Zeichen von praktiziertem Christentum denken, als genau dieses zu tun. Nur geteilte Freude ist richtige Weihnachtsfreude!

Übrigens: Die evangelische Kirche in Frankfurt hat in diesem Jahr zwei neue Stiftungen beschlossen. Eine Diakoniestiftung, die notleidenden Menschen helfen soll, sowie eine Zukunftsstiftung, die kirchliche Arbeit und Verkündigung in der Großstadt für die Zukunft sichern soll. Wir sind jetzt hoffnungsvoll, dass es uns gelingt, diese Stiftungen mit Hilfe vieler Menschen so auszustatten, dass aus ihren Erträgen dauerhaft Gutes getan werden kann. Wer darüber Näheres wissen möchte, erhält gerne Auskunft von uns.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und dass die Freude von Weihnachten tief in Ihr Herz Einzug findet.

p(autor). Pfarrerin Esther Gebhardt, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Dezember 2007 in der Rubrik Meinungen, erschienen in der Ausgabe .

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