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1. Februar 2008

Starke Frauen im Frankfurter Norden

p(einleitung). Die beiden Gemeinden Bonames und Kalbach sind zur „Miriamgemeinde“ fusioniert

„Evangelische Miriamgemeinde“ – so heißen die seit erstem Januar offiziell fusionierten Gemeinden Bonames und Kalbach im Norden Frankfurts mit knapp 2500 Gemeindemitgliedern. Miriam, so steht es im zweiten Buch Mose, führte zusammen mit Moses und ihrem Bruder, dem Priester Aaron, die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei in die Freiheit des gelobten Landes.

Die Namensgebung der vereinigten neuen Gemeinde ist Programm: Miriam, die mutige, Integration stiftende Frauengestalt aus der Bibel, passt gut zu einem Gemeindeleben, in dem sich in der Mehrzahl Frauen engagieren: Vor kurzem wurde in Bonames der Kreis „Frauen lesen die Bibel“ gegründet, während in Kalbach ein Frauenkreis entstand. Das Engagement der Frauen schlägt sich auch in der Gemeindeleitung nieder: Im neuen, vereinigten Kirchenvorstand sind nur fünf Männer, darunter die beiden Pfarrer – von 23 Mitgliedern insgesamt.

!(kasten)2008/02/seite06_unten.jpg(Die Pfarrer Karl Reinhold – links – und Thomas Volz mit zwei der vielen ehrenamtlich engagierten Frauen in der Miriamgemeinde: Marianne Butz – links – leitet die Gruppe „Frauen lesen die Bibel“ in Bonames, Inge Kobel ist eine der Initiatorinnen des Frauenkreises in Kalbach. | Foto: Rolf Oeser)!

Auch nach der Fusion soll das Gemeindeleben an beiden Standorten weitergehen, aber im Verwaltungsbereich so viel wie möglich zusammengelegt werden. So bleiben die Seniorenclubs in beiden Ortsteilen bestehen, während die Gemeindesekretärin bald für Kalbach und für Bonames arbeitet. Bei den nächsten Wahlen wird auch nur noch ein Kirchenvorstand gewählt, die erste gemeinsame Gemeindezeitung ist schon verschickt worden.

„Die zwei Gemeinden haben sich auch vor der Fusion schon sehr gut verstanden“, erklären Pfarrer Thomas Volz aus Bonames und Pfarrer Karl Reinhold aus Kalbach übereinstimmend. Für Reinhold ist besonders wichtig, dass die Gottesdienstzeiten aufeinander abgestimmt sind. Er hat jetzt nur noch eine halbe Stelle in Kalbach, dafür aber noch eine halbe Stelle in Heddernheim, wo er im Wechsel sonntags predigt.

Neben der Jugendarbeit, die auch vor der Fusion bereits gemeinsam organisiert worden war, hat die Arbeit mit Kindern hohen Stellenwert in der Miriamgemeinde. In beiden Stadtteilen gibt es mehrgruppige Kindergärten, deren Leiterinnen gerade eine Ausbildung in Qualitätsmanagement absolviert haben. In Bonames geht Thomas Volz jede Woche in den Kindergarten, Kindergottesdienste gibt es für zwei verschiedene Altersstufen. Auch im klaren Kirchenraum des modernen Gemeindezentrums Kalbach hält Karl Reinhold regelmäßig Familiengottesdienste.

Alt ist dagegen die Dorfkirche in Bonames. Ursprünglich mittelalterlich, wurde sie nach dem drei­ ßigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Über dem Altar schweben zwei barocke Engel – die richtige Kulisse zum Heiraten, finden nicht nur Paare aus Bonames. Zur Kirche gewährleistet eine Rampe Zugang auch für Menschen im Rollstuhl, sie wurde größtenteils von der Gemeinde selbst gestiftet. „Als ich vor drei Jahren hier anfing“, erzählt Pfarrer Volz, „war ich überrascht, dass in diesem für Frankfurter Verhältnisse armen Stadtteil so viel gespendet wird. Nicht nur für die Rampe, sondern auch für das Zentrum für Frauen in Frankfurt, eine Suchthilfeeinrichtung für Jugendliche, oder nach Äthiopien und Chile. “

p(autor). Stephanie von Selchow

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Februar 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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