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1. Mai 2008

Für Helena und Konstantin durchs Feuer

Rot glühen die Kohlen, Flammen schlagen auf. Barfuß laufen Gläubige über die Glut, in ihren Händen tragen sie die Ikonen von Konstantin und Helena – ein alter Brauch, der sich in Südostbulgarien bis heute erhalten hat. Per Videoinstallation kann man diesen „Feuerritus“ zurzeit im Frankfurter Ikonenmuseum verfolgen. Sie ist Teil einer Ausstellung, die unter dem Titel „Feuer und Geist“ kostbare Ikonen und orthodoxe Kirchengeräte aus Bulgarien erstmals im Ausland zeigt.

Die 69 Exponate stammen aus dem Nationalkirchlichen Historisch-archäologischen Museum in Sofia. Viele zeigen das Leben Konstantins, des römischen Kaisers, der das Christentum zur Staatsreligion machte und die neue Hauptstadt Konstantinopel – heute Istanbul – gründete, sowie seiner Frau Helena, die ebenfalls als Heilige verehrt wird. Weitere Motive sind Jesus, Maria, Engel und andere Heilige.

Die häufig großformatigen Darstellungen zeigten Einflüsse byzantinischer, russischer und griechischer Ikonenmalerei, seien aber typisch bulgarisch, betont Museumsleiter Richard Zacharuk. Insbesondere während der 500-jährigen Herrschaft der Türken habe die christlich-orthodoxe Kirche eine wichtige Rolle für die Bewahrung ursprünglicher bulgarischer Kultur gespielt, so Kuratorin Snejanka Bauer.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Juni im Ikonenmuseum in Sachsenhausen, Brückenstraße 3-7, zu sehen.

p(autor). epd / Jens Bayer-Grimm

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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