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1. Mai 2008

Klassiker virtuos eingespielt

p(einleitung). Orgelmusik aus den Ginnheimer Kirchen jetzt auf CD

Wohl kein Organist, der auf sich hält, kommt um dieses Werk herum, das möglicherweise das bekannteste der gesamten Orgelliteratur ist. So eröffnet auch der Kantor an der Bethlehemkirche in Ginnheim, Bernd Lechla, seine CD mit Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565. Auch andere kirchenmusikalische Höhepunkte, eingespielt auf den Orgeln der beiden evangelischen Kirchen des Stadtteils, hat Lechla hier versammelt.

!(rechts)2008/05/seite11_oben.jpg(Bernd Lechla an der Orgel in der Ginnheimer Bethlehemkirche. | Foto: Ilona Surrey)!

Von der Toccata und Fuge gelingt dem studierten Kirchenmusiker hier eine hervorragende Interpretation am Instrument seiner Hausgemeinde, das perfekt zugeschnitten scheint für die Einspielung. Ideal gelungen ist schon der Eingangstriller und schön umgesetzt die Registrierung der folgenden Toccata. In Folge des zweiten Satzes wird die Fuge herrlich frei ausgespielt und meisterlich interpretiert und musiziert.

Überhaupt scheint Bach in den Händen des 44 Jahre alten Virtuosen gut aufgehoben, denn auch „Vor deinen Thron tret ich hiermit“ aus den „18 Chorälen von verschiedener Art“, BWV 668, formt er mit subtilem rhythmischem Gespür und variantenreichen Phrasierungen. Musikgeschichtlich äußerst interessant, weil Bachs letztes freies Orgelwerk, klingt Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 552, mit seiner majestätischen, die volle Registerstärke auslotenden Ouvertüre einfach herrlich opulent. Lechla gestaltet die schwierige Tripelfuge dieses Werks mit gestalterischer Finesse, kostet die dynamische Feinabstimmung süffisant aus und entlockt dem Stück geradezu sinfonische Klangfülle.

Eine ausgesprochene Rarität ist Wolfgang Amadeus Mozarts „Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“, das aus der Original-Partitur für das königliche Instrument erst transkribiert werden musste. Danach holt Lechla August Gottfried Ritter (1811-1897) aus der Vergessenheit. Dessen Sonate a-Moll strahlt toccatenhaftes Pathos und rhapsodischen Schwung ab.

Mit weiteren Werken der französischen Romantiker César Franck (Prélude, Fugue et Variation) und Louis Vierne (Finale der 1. Orgelsymphonie) schließt Lechla, auch hier als Interpret auf höchstem Niveau spielend, den annähernd 80 Minuten umfassenden und auch produktionstechnisch gelungenen Tonträger vorbildlich ab.

p(autor). Joachim Schreiner

p(hinweis). Die CD kostet 12 Euro und ist im Gemeindebüro der Bethlehemgemeinde sowie vor oder nach den Gottesdiensten und Konzerten erhältlich (Auskunft unter Telefon 529947). Drei Exemplare verlost „Evangelisches Frankfurt“ unter allen Interessierten. Dazu einfach Fax, Postkarte oder E-Mail einsenden (Adressen im Impressum).

p(hinweis). *Update:* Die Gewinnerinnen und Gewinner sind Dr. Joachim Hinz, Jun-Suk Kang und Markus Stachel.

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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