Evangelisches Frankfurt

Zeitung für Mitglieder der evangelischen Kirche in Frankfurt am Main

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Luther & Co
Ausgabe
Mai 2008

Konfirmation: Glaube und Spaß

Für Jugendliche ist die Konfirmation noch immer ein attraktives Fest des Erwachsenwerdens. Die Vorbereitung darauf dauert ein Jahr, manchmal zwei. Teilnehmen kann in der Regel, wer im kommenden Schuljahr die achte Klasse besucht. Die Organisation des Kurses ist unterschiedlich; eingebürgert sind ein Kursnachmittag zum Beispiel dienstags (außer in den Ferien), eine Freizeit sowie der Besuch von Gottesdiensten; es wird Wert auf Verbindlichkeit gelegt. Begleitet wird der Kurs von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer der Gemeinde oder auch von einem Team.

Der Kurs dient dazu, in der Gemeinde heimisch zu werden und wichtige christliche Themen und Texte kennenzulernen, kann aber auch ein gutes Stück Begleitung beim Erwachsenwerden sein. Er bietet den Jugendlichen viel Raum, persönliche Fragen zu stellen – zum Beispiel zum Sinn des Lebens, zur Zukunft oder zum Glauben. Beim Zusammensein mit Gleichaltrigen kommt der Spaß sicher nicht zu kurz.

Für seine Konfirmation hatte Rudi Kaiser eine ganz außergewöhnliche „Location“: die Manege der Pony-Reitbahn auf der Frankfurter Dippemess. Die Reitbahn gehört den Eltern von Rudi Kaiser. Mit ihrem kleinen Betrieb ist die Familie viele Monate im Jahr überall in Deutschland auf Jahrmärkten unterwegs. Damit sie trotzdem eine feste Kirchengemeinde haben, ist Pfarrerin Christine Beutler-Lotz zusammen mit den Schaustellern unterwegs. | Foto: Thomas Rohnke
Für seine Konfirmation hatte Rudi Kaiser eine ganz außergewöhnliche „Location“: die Manege der Pony-Reitbahn auf der Frankfurter Dippemess. Die Reitbahn gehört den Eltern von Rudi Kaiser. Mit ihrem kleinen Betrieb ist die Familie viele Monate im Jahr überall in Deutschland auf Jahrmärkten unterwegs. Damit sie trotzdem eine feste Kirchengemeinde haben, ist Pfarrerin Christine Beutler-Lotz zusammen mit den Schaustellern unterwegs.
Foto: Thomas Rohnke

Wer als Kind auf Willen der Eltern getauft worden ist, sagt bei der Konfirmation als religionsmündiger Mensch das eigene „Ja” zur Taufe und bringt damit zum Ausdruck, dass er oder sie aus eigenem Willen zur christlichen Gemeinde gehören und sich am christlichen Glauben orientieren will. „Konfirmation” bedeutet in diesem Sinn eine „Befestigung” der Taufe. Mit der Konfirmation wird das Recht zugesprochen, das Patenamt zu übernehmen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, eine Nottaufe vorzunehmen und sich an kirchlichen Wahlen zu beteiligen (aktives Wahlrecht mit 14, passives mit 18 Jahren) oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden.

Auch Jugendliche, die nicht getauft sind, sind zum Konfirmandenkurs eingeladen. Entweder werden sie im Konfi-Jahr getauft, oder sie haben statt der Konfirmation ihre Taufe; Paten brauchen sie zumindest in letzterem Fall nicht mehr. Angehörige anderer christlicher Konfessionen können ebenfalls am Kurs teilnehmen, sie werden durch die Konfirmation evangelisch. Übrigens können auch solche Jugendliche konfirmiert werden, deren Eltern keiner Kirche angehören.

Wilfried Steller

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