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1. Mai 2008

Ohrringe als Erinnerung

Zwei Ohrringe aus je drei silbernen Herzen – genau solche trug die russische Journalistin Anna Politkovskaja. Ihre kritische Berichterstattung über die Verhältnisse in Russland unter Präsident Putin, und vor allem über das Leid der Bevölkerung in Tschetschenien, hat vielen nicht gefallen. Im Oktober 2006 wurde sie ermordet.

!(rechts)2008/05/seite10_oben.jpg(Drei Herzen aus Silber: Ein Duplikat der Ohrringe, die die im Oktober 2006 ermordete russische Journalistin Anna Politkovskaja trug, sollen dem freien Journalismus zugute kommen. | Foto: Rolf Oeser)!

Die Schmuckdesignerin und Künstlerin Monika Höchtl hat die Ohrringe von Anna Politkovskaja jetzt als Duplikat gearbeitet. Sie waren im Frühjahr in der Evangelischen Stadtakademie ausgestellt. „Was uns von unseren Toten bleibt, sind Kleidung, Fotos, Erinnerungen Schmuck“, erläutert Höchtl ihre Kunstaktion. „Oft ist es nicht der materielle Wert, der diesen Gegenstand auszeichnet, sondern er lebt von dem engen Kontakt, in dem er einst mit dem nun Verstorbenen stand.“ So könnten Schmuckstücke wie dieses eine Brücke schlagen. Vielleicht tragen Ohrringe auch dazu bei, dass das Engagement und der Mut von Anna Politkovskaja nicht in Vergessenheit geraten.

Gegen den Nachweis einer Spende von mindestens 1000 Euro an eine Organisation, die sich für freien und investigativen Journalismus einsetzt, gibt die Künstlerin die Ohrringe ab. Kontakt: „mohoech@web.de“:mailto:mohoech@web.de.

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2008 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe .

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