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Von – 1. Juni 2008

Drei Buchstaben für die Einheit

Darf eine Mennonitin Erzieherin in einer evangelischen Kindertagesstätte werden? Ist ein anglikanisch getaufter Jugendlicher schon „richtig” getauft, um konfirmiert zu werden? Solche praktischen Fragen wären nicht so leicht zu beantworten, gäbe es nicht die „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland“ (ACK). In ihr haben sich 16 Kirchen zusammengeschlossen, die im Gegenüber zu Gruppen wie den Zeugen Jehovas das engere christliche Spektrum ausmachen; weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder und drei Beobachter.

Aus dem Bewusstsein mangelnder Einigkeit im Gegenüber zum Nationalsozialismus begann nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Nachdenken darüber, wie die christlichen Kirchen stärker zusammenwachsen und gemeinsam reden und handeln könnten. Vor sechzig Jahren gründeten deswegen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und fünf Freikirchen die ACK und schufen so ein gemeinsames Vertretungsorgan der Kirchen in Deutschland.

Heute ist die ACK das wichtigste Organ ökumenischer Gemeinschaft, dessen Ziel und Aufgabe es ist, die Einheit und Zusammenarbeit der Kirchen zu fördern und zu vertiefen. Neben der EKD und den kleineren orthodoxen Kirchen und Freikirchen stellt die Römisch-katholische Kirche ein Schwergewicht dar, was insofern bemerkenswert ist, als sie im weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen nie Mitglied geworden ist. Die Geschäftsstelle der ACK befindet sich in Frankfurt. Kirchen und Gemeinden der Ökumene, die schon bisher in Frankfurt zusammengearbeitet haben, werden sich im Juni auch zu einer gesamtstädtischen, regionalen ACK formieren. Die Gründungsfeier findet am Samstag, 21. Juni, um 16.30 Uhr in der Heiliggeistkirche am Börneplatz statt.

Für die Mennonitin ist übrigens der Weg in die evangelische Einrichtung – dank ACK – frei, und der anglikanische Junge darf sich mit Fug und Recht getauft wissen – aber durch die Konfirmation wird er evangelisch.

 

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Juni 2008 in der Rubrik Gott & Glauben, erschienen in der Ausgabe .

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Wilfried Steller ist Theologischer Redakteur von "Evangelisches Frankfurt" und Pfarrer in Frankfurt-Fechenheim.

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