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1. Juni 2008

Es geht nicht um Mitleid

p(einleitung). Abend über Prostitution im Bibelmuseum

„Am Rande der Gesellschaft – Facetten von Prostitution“: Mit diesem Thema ging die Reihe „Unglaublich weiblich“ im Bibelmuseum zu Ende. An sieben Abenden hatten jeweils eine Theologin und eine andere Expertin aus dem Rhein-Main-Gebiet Verbindungslinien zwischen Frauen heute und in antiker Zeit gezogen.

!(rechts)2008/06/seite07_oben.jpg(Rahab verhilft den beiden israelitischen Kundschaftern zur Flucht: Illustration von Julius Schnorr von Carolsfeld aus dem 19. Jahrhundert.)!

Die alttestamentliche Figur der Rahab stand Patin für die Situation von Prostituierten. Vorgestellt wurde sie von Gotlind Ulshöfer, Studienleiterin in der Evangelischen Akademie Arnoldshain. Rahab lebte in Jericho und versteckte in ihrem Haus zwei israelitische Kundschafter – später haben die Israeliten Jericho erobert und zerstört. In den meisten Bibelübersetzungen wird Rahab als „Hure“ bezeichnet, die „Bibel in gerechter Sprache“ hingegen nennt sie „ungebundene Frau“, auch weil andere antike Quellen Rahab einfach als Wirtin vorstellen. Auf jeden Fall sei sie eine selbstständige Frau gewesen, gewohnt zu verhandeln, so Ulshöfer.

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sind auch die Stichworte, die Brigitte Gößling und Elvira Niesner von der Frankfurter Organisation „Frauenrecht ist Menschenrecht“ (FiM) betonten. Sie unterstützen seit 1980 Frauen aus Asien, Südamerika, Afrika und Europa, die in Deutschland als Prostituierte arbeiten. „Zu Beginn wollten wir unbedingt helfen“, so Brigitte Gößling, „und mussten dann lernen, dass Mitleid der falsche Ansatz ist. Es geht darum, den Frauen zu ihren Rechten zu verhelfen.“

p(autor). Antje Kroll

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Juni 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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