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1. Oktober 2008

Überraschende Wahlentscheidung

p(einleitung). Landessynode wählt Volker Jung zum Kirchenpräsidenten

Zum neuen Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wählte die Synode im Frankfurter Dominikanerkloster den Lauterbacher Pfarrer und Dekan Volker Jung. Der promovierte Theologe übernimmt zum Jahreswechsel das Amt von Peter Steinacker, der aus Altersgründen ausscheidet. Der 48-Jährige setzte sich überraschend gegen seine Mitbewerber, den Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau, Wolfgang Gern, und den Propst für Süd-Nassau, Sigurd Rink, durch.

!(rechts)2008/10/seite01_unten.jpg(Volker Jung – links – wird der neue Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Zum Jahreswechsel löst er Peter Steinacker – rechts – ab. | Foto: Rolf Oeser)!

Vor dem hessen-nassauischen Kirchenparlament hatte Jung ausgeführt, dass Kirchengemeinden künftig intensiver zusammenarbeiten sollten. Das „normale Gemeindeleben“ bezeichnete er als „großen Schatz“. In der Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer solle künftig mehr die Teamarbeit gefördert werden. Jung betonte, dass man sich besonders um Kinder und Jugendliche kümmern müsse. „Sie sind nicht erst unsere Zukunft, sie sind unsere Gegenwart.“

Jung hob hervor, dass seine Vision von einer Kirche im Jahr 2025 nicht an Finanzen scheitern müsse. „Wir werden auch im Jahr 2025 eine der reichsten Kirchen der Welt sein“, betonte der künftige Kirchenpräsident.

Im Vorfeld der Wahlsynode war es zu einer Kontroverse über Pläne gekommen, den Kirchenpräsidenten künftig Bischof zu nennen und das „Leitende Geistliche Amt“ (LGA), dem neben dem Kirchenpräsidenten auch die sechs Pröpstinnen und Pröpste angehören, als kollegiales Bischofsamt abzuschaffen. Höhepunkt der Kontroverse war die Absage der ehemaligen Pröpstin für Rhein-Main, Helga Trösken, gewesen, an einer Diskussionsveranstaltung im hessichen Fernsehen teilzunehmen. Sie habe sich von Seiten der Kirche „unter Druck“ gesetzt gesehen. Zehn ehemalige Pröpstinnen und Pröpste hatten öffentlich die Pläne zur Umstrukturierung der Führungsstruktur kritisiert. Jung hob hervor, dass er auch künftig mit dem LGA zusammenarbeiten will.

p(autor). Kurt-Helmuth Eimuth

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Oktober 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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