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1. Oktober 2008

Wenn das Türenknallen losgeht

p(einleitung). Wie Eltern und Jugendliche gut durch die Pubertät kommen

Kann man sich wappnen für die Zeit der Pubertät, wenn aus liebenswerten Kindern türenknallende Rebellen und Rebellinnen werden? „Ich würde schon gerne wissen, was ich tun kann, wenn es geballt auf mich zukommt“, sagte eine Mutter, die sich zur Veranstaltung „Pickel, Sex und immer Krach“ bei der Evangelischen Familienbildung Höchst angemeldet hatte. Hier gab es Tipps und Rat für Eltern, deren Sohn oder Tochter die magische Grenze von 13 Jahren erreicht haben und plötzlich stundenlang im Internet surfen, am Computer spielen oder neue Ausgehzeiten verlangen.

!(rechts)2008/10/seite11_oben.jpg(Kinder in der Pubertät sind nicht immer leicht im Umgang. Doch Eltern können einiges tun, um die schwierige Zeit des Übergangs ins Erwachsenenalter gut zu gestalten. | Foto: Rolf Oeser)!

Der von vielen Jugendlichen dieses Alters zu vernehmende Aufschrei „Das ist meine Sache, lass mich in Ruhe“ sei als Signal für das Erwachsenwerden zu verstehen, sagte der Psychologe Didier Kulikowsky-Valentin. Die Pubertät sei eine instabile Zeit, in der die Jugendlichen zwischen zwei Extremen schwanken: Einerseits wollen sie mehr Unabhängigkeit, suchen das Abenteuer und die Grenzüberschreitung, gleichzeitig brauchen sie aber noch Geborgenheit und körperliche Nähe. „Selbst einen schwer pubertierenden Stinkstiefel sollte man ab und zu in die Arme nehmen und drücken“, empfahl Kulikowsky-Valentin.

Die Zeit des unkomplizierten Familienfriedens sei in der Regel heutzutage früher vorbei als in vergangenen Zeiten. Die körperliche Reifung setze bei Mädchen ab dem 11. Lebensjahr ein, bei Jungen etwas später, und dauere ungefähr bis zum 17. Lebensjahr. Liebe und Sexualität werden dann erkundet, begleitet von heftigen Gefühlsschwankungen. Phasen der Depression und des Rückzugs wechseln ab mit totaler Selbstüberschätzung, Allmachtsgefühlen und dem Wunsch, „cool“ zu sein.

„Eltern werden mit Beginn der Pubertät vom Thron kindlicher Bewunderung und Abhängigkeit gestoßen“, sagte Kulikowsky-Valentin. Aber sie sollten sich diesen Gefühlen stellen – und ihr Kind loslassen. Wie das gelingen kann, davon berichteten einige Mütter aus dem Publikum (Väter waren mit einer Ausnahme nicht gekommen): „Ich habe mit meinem Sohn vereinbart, dass ich ihn nicht mehr morgens zur Schule wecke. Ich packe auch nicht mehr seinen Ranzen und kontrolliere nicht mehr seine Hausaufgaben“, erzählte eine Teilnehmerin. Seither öffne ihr Sohn manchmal auch wieder von selbst die Tür und nehme am Familienleben teil, freute sie sich.

p(autor). Anne-Rose Dostalek

h3. Starke Eltern – starke Kinder

Für alle, die mehr zum Thema wissen möchten, bietet die Evangelische Familienbildung einen achtwöchigen Kurs zum Thema Pubertät an. Er richtet sich an Eltern mit Kindern ab 10 Jahren und findet ab 27. Oktober immer montags von 20 bis 22 Uhr im Evangelischen Zentrum Höchst, Leverkuser Straße 7 statt. Die Teilnahme kostet 70 Euro, Infos und Anmeldung unter Telefon 60500411.

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Oktober 2008 in der Rubrik Lebenslagen, Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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