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1. Oktober 2008

Wenn die Moorhexe kommt

p(einleitung). In der Luthergemeinde musizieren Kinder auf hohem Niveau

Wenn die alte Moorhexe im Teufelsmoor herumspukt, hört man das auch klanglich. Die Kinder des Chores der Luthergemeinde im Nordend haben Rasseln in der Hand und sorgen so für ordentlichen Furor, lassen die Hexe sinnbildlich durch den Proberaum fliegen. Der Ansatz der Musikpädagogin Elke Katscher-Reulein in der Chorleitung ist spielerisch, leicht und unkompliziert. Man spürt den Spaß, den die zwanzig Kinder – sechzehn Mädchen und vier Jungs – beim Einstudieren des Liedes „Die alte Moorhexe“ für das 50-jährige Jubiläum der Kindermusikgruppen haben.

!(rechts)2008/10/seite09_mitte.jpg(Elke Katscher-Reulein und der Kinderchor der Luthergemeinde bei der Probe. Seit 50 Jahren ist die kirchenmusikalische Arbeit mit Kindern ein Schwerpunkt in der Nordendgemeinde. | Foto: Joachim Schreiner)!

Die studierte Kirchenmusikerin, die neben zwei Kinderchören auch zwei Flötengruppen, einen sogenannten „Spatzenchor“ für Kindergartenkinder und ein Instrumentenensemble leitet, begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger am Keyboard und geht auf jedes Kind einzeln ein. „Der Reiz, mit Kindern zu singen, liegt darin, ihnen die Musik und die jeweilige Aussage der Lieder näher zu bringen und sie dafür zu begeistern.“

Das Repertoire, über das die Chöre verfügen, ist weit gestreut: „Wir singen sowohl weltliche als auch kirchliche Lieder, meistens aus der heutigen Zeit, manchmal auch Traditionelles“, so Katscher-Reulein, die in der Gemeinde am Martin-Luther-Platz seit 1989 tätig ist. „Oft kombiniere ich die Kinderchorgruppen mit den Instrumentalgruppen – hauptsächlich Block- und Querflöten – sowie der dreiköpfigen Kinderband mit Keyboard, Gitarre und Schlagzeug.“

So waren zu den Feierlichkeiten Ende September „Hits von 1958 bis 2008“ zu hören. Die siebenjährige Friederike singt Lieder wie „Ein Hase saß im tiefen Tal“, „Laudato si o mi Signore“ oder das „Nonsenslied“ mit Begeisterung, hört zuhause aber auch gerne mal Musik der Girlie-Band „Monrose“. „Besonders die Stücke sieben und acht“, sagt das Kind mit blitzenden Augen und hat dabei sicherlich den Blick auf das Display ihres CD-Spielers im Sinn. Jan, ebenfalls sieben Jahre alt und bereits seit vier Jahren Mitglied des Chores, singt „eigentlich alles, was Spaß macht“.

Notenkenntnisse sind natürlich von Vorteil, will man in einer der Gruppen mitmachen, aber nicht Voraussetzung, erklärt die engagierte Chorleiterin, die auch kleine Hilfsmittel und Requisiten bei der Vermittlung der Liedinhalte verwendet. „In den Flötengruppen lernen wir natürlich auch die Noten. Da die Instrumentalgruppen alle aus interessierten Kindern der Chorgruppen bestehen, bringe ich auch in die Chorgruppen immer wieder mal – je nach Alter – musikalisches Allgemeinwissen ein.“

Stellt sich die Frage, ob eine Berufsmusikerin, die jeden Tag mit Noten und Klängen zu tun hat, auch privat gerne Musik hört. „Aber sicher“, beteuert die Absolventin der Frankfurter Musikhochschule, die auch sämtliche Musikangebote und Veranstaltungen in der Gemeinde koordiniert. „Ich mag eigentlich alle Stilrichtungen. Vor allem, wenn es sich um Musik handelt, die Menschen anspricht und berührt und imstande ist, bestimmte theologische und andere Inhalte zu vermitteln.“

p(autor). Joachim Schreiner

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Oktober 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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