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1. Dezember 2008

Bilanz des Shoppens

p(einleitung). Diskussion zum neuen Ladenöffnungsgesetz

Eine zwiespältige Bilanz des neuen hessischen Ladenöffnungsgesetzes, das vor knapp zwei Jahren eingeführt wurde, zogen die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion im November. Eingeladen hatten die Frankfurter Kirchen, denen das Thema vor allem wegen des Sonntagsschutzes am Herzen liegt, wie Gunter Volz, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung, betonte.

Eine kritische Bilanz der verlängerten Ladenöffnungszeiten zog nicht nur Bernhard Schiederig von der Gewerkschaft Verdi, der auf die Belastungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die langen Öffnungszeiten hinwies. Auch Frank Albrecht, der Präsident des Hessischen Einzelhandelsverbandes, äußerte sich skeptisch, vor allem zum Spät-Shopping nach 20 Uhr. Nur große Einkaufszentren und Kaufhäuser im Stadtzentrum könnten in den späteren Abendstunden Kunden und Kundinnen anziehen, und das gehe zu Lasten der kleineren Geschäfte in den Stadtteilen. Es gebe einen großen Verdrängungswettbewerb, kritisierte Albrecht, und insofern sei das neue Gesetz zu Lasten des Mittelstandes gegangen.

Positiv äußerte sich hingegen Gunter Scherzberg von Rhein-Main ECE, einer Gesellschaft, die große Anlagen wie etwa das Main-Taunus-Zentrum betreibt: Hier sorgte das neue Gesetz in der Tat für mehr Umsatz. Denn anders als etwa auf der Leipziger oder der Berger Straße könnten die Kunden und Kundinnen sicher sein, dass hier abends auch sämtliche Geschäfte geöffnet seien. „Das ist eine Abstimmung mit den Füßen“, so Scherzberg.

Der zuständige Frankfurter Stadtrat Lutz Sikorski begrüßte dezidiert den kulturellen Wandel, der durch erweiterte Shopping-Zeiten entstanden sei: So sei am verkaufsoffenen Sonntag Anfang November die Berger Straße voll gewesen von flanierenden Familien. Das Shoppen sei heute eine wichtige Freizeitgestaltung und oft auch ein familiäres Gemeinschaftserlebnis. Er sehe diesen kulturellen Wandel zu mehr Flexibilität positiv, betonte Sikorski, die vier verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr seien „ein Gewinn für die Stadtgesellschaft.“

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Dezember 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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