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1. Dezember 2008

Kirchenzentrum am Westhafen

p(einleitung). Gebäude soll Gemeinderäume und Wohnungen integrieren

Im Neubaugebiet am Westhafen wird bis Sommer 2010 ein neues evangelisches Gemeindezentrum entstehen. Der Evangelische Regionalverband hat in der Hafenstraße ein Grundstück gekauft, auf dem das Architekturbüro Stefan Forster ein sechsgeschossiges Gebäude errichten wird.

In den unteren zwei Stockwerken zieht die Hoffnungsgemeinde ein: Es wird einen großen Saal geben, in dem auch Gottesdienste gefeiert werden können, sowie Büros und Gruppenräume. In den übrigen Stockwerken entstehen barrierefreie Wohnungen, die vorzugsweise an ältere Menschen vermietet werden sollen. Der Bau kostet insgesamt rund 5,5 Millionen Euro. Die Hoffnungsgemeinde wird dafür neben weiteren Liegenschaften auch die jetzige Kirche in der Gutleutstraße 121 aufgeben. Die Gutleutkirche wird an die Stadt Frankfurt verkauft, die an dem Standort ein neues Jugendzentrum bauen will. Aus den Verkaufserlösen könne aber lediglich ein Teil der Neubausumme finanziert werden, teilte die Leiterin der Bauabteilung, Friederike Rahn-Steinacker, mit.

!(breit)2008/12/seite09_rechts.jpg(Existiert bislang nur als Computer-Simulation: das geplante Gemeindezentrum der Hoffnungsgemeinde am Westhafen. | Foto: Architekturbüro Forster)!

Ebenfalls umziehen werden die beiden Kindertagesstätten der Hoffnungsgemeinde in der Windmühlstraße und der Gutleutstraße 131. Sie werden in einer neuen Kita zusammengefasst, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gemeindezentrum im Westhafen entsteht. Die Baukosten dafür trägt die Stadt Frankfurt. Nicht mit an den Westhafen zieht hingegen die Kaffeestube Gutleut, ein Restaurant für Obdachlose und Menschen mit Armutserfahrungen, das derzeit im Stockwerk über der Gutleutkirche untergebracht ist. Sie bezieht vielmehr die dann freiwerdenden Kita-Räume in der Gutleutstraße 131, die zuvor entsprechend renoviert werden.

Das „Brückenschlagen“ zwischen den eher ärmeren Bewohnerinnen und Bewohnern des „alten“ Gutleutviertels und den betuchteren Neuzugezogenen im Westhafen – hier soll es einmal Wohnraum für bis zu 2000 Menschen geben, 1000 sind bereits eingezogen – ist für Pfarrer Johannes Herrmann eine der größten Herausforderungen. Das neue Kirchenzentrum sieht er als Anlaufstelle und Kommunikationspunkt, der Beziehungen knüpft.

Pfarrerin Esther Gebhardt, die Vorstandsvorsitzende des Regionalverbandes, bekräftigte die Notwendigkeit des Vorhabens: „Die Stadt Frankfurt verändert sich sozial und architektonisch, darauf muss sich die Kirche einrichten. Wir können uns nicht nur auf den Erhalt des Altbaubestandes begrenzen, sondern müssen da präsent sein, wo die Menschen wohnen.“

p(autor). Antje Schrupp

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Dezember 2008 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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