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1. Mai 2009

Der Mythos zieht

p(einleitung). Bibelhaus geht mit Zelt in die Schulen

„Was glaubst du?“ – mit dieser Frage will das Bibelmuseum bei Projekttagen im Mai Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren anregen, über Sinn- und Wertefragen nachzudenken. Vehikel soll ein Nomadenzelt mit Wassersack und Gewürzmühle sein, in dem biblische Geschichten über Abraham und Sara, Isaak und Jakob erzählt werden. Das Ganze findet nicht abgeschieden in den Museumsräumen statt, sondern im Religionsunterricht in der Schule. Partner der Aktion ist der Lions Club Museumsufer.

„Die Bibel behandelt die Fragen nach dem Woher und Wohin und nach dem Glauben in einer erzählenden und sehr elementaren Art und Weise“, sagte Bibelhaus-Direktor Jürgen Schefzyk bei der Vorstellung des Projektes in der Alten Nikolaikirche. Natürlich seien Antworten aus der biblischen Nomadenzeit nicht einfach übertragbar. Allerdings forderten sie zur Orientierung heraus.

Über den komplexen Zusammenhang von Religion und Identitätsfindung referierte Peter Steinacker, früherer hessen-nassauischer Kirchenpräsident. Religion und Ethik könnten nicht gleichgesetzt werden. In einer Religion trete Gott als zentrale Gestalt in das Leben der Menschen. Steinacker betonte, dass Identitätsbildung nicht nur in der Jugend stattfinde, sondern ein lebenslanger Prozess sei.

Jürgen Schefzyk unterstrich, dass Jugendliche nicht „unbegleitet“ auf die Grundfragen des Lebens stoßen sollen. Die Idee, ein Nomadenzelt als „magischen und geschützten Ort“ anzubieten, stieß in der Diskussionsrunde auf Beifall. „Jugendliche fühlen sich von mythischen Fragen angezogen und wollen wissen, ob es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als es sich die Schulweisheit träumen lässt“, bekräftigte die muslimische Religionspädagogin Lamya Kaddor.

p(autor). Anne-Rose Dostalek

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Mai 2009 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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