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1. Juli 2009

„Pastor nach Dienstschluss“

p(einleitung). Chrismon-Redakteur Burkhard Weitz engagiert sich in Bonames

Aus dem nördlichen Oldenburg hat er eine südliche Idee mitgebracht: „Bibel bei Wein und Gesang“. Seit Januar diesen Jahres trifft sich Burkhard Weitz einmal im Monat mit Menschen aus der Miriamgemeinde im Frankfurter Norden, um gemeinsam in der Bibel zu lesen. In diesem Jahr haben sie sich das erste Buch Mose vorgenommen. Die Treffen finden in gemütlicher Runde statt, das ist ihm wichtig. Vor dem Lesen und den Gesprächen kommt das gemeinsame Einsingen. Burkhard Weitz ist eine Frohnatur und Pfarrer – allerdings im Ehrenamt: „Pastor nach Dienstschluss“, wie er selbst sagt.

!(rechts)2009/07/seite02_oben.jpg(Foto: Rolf Oeser)!

In Hamburg geboren und in Oldenburg aufgewachsen, hat er Theologie studiert und das Studium genossen, erzählt er. „Pfarrer in einer Gemeinde wollte ich aber nicht werden“, erzählt Weitz, obwohl er die Ausbildung bis zum Ende gemacht hat. Als er nach dem Vikariat auf die Warteliste für das Pfarramt in der Oldenburgischen Landeskirche kam, ergriff er die Gelegenheit, beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt ein Volontariat zu machen.

Heute arbeitet er als Redakteur bei der Nachfolgepublikation, dem evangelischen Magazin Chrismon. „Ich kann dort tun, was ich am liebsten mache: Menschengeschichten lauschen und theologische Fragestellungen in Alltagssprache übersetzen.“

Was die anderen zu sagen haben, interessiert ihn, das ist nicht nur in der Gesprächsrunde spürbar: „Ich will moderieren und nicht dozieren“. Mehrmals im Jahr leitet er ehrenamtlich Gottesdienste in Bonames und Kalbach, die er am liebsten im Team vorbereitet. Für die Gemeinde wünscht er sich, dass die Menschen dort nicht so auf den „Pastor“ (wie Pfarrer im Norddeutschen heißen) fixiert sind, sondern als Gemeindeglieder ihre eigenen Fähigkeiten und Begabungen mehr schätzen lernen und einbringen.

Auch er ist eines und bringt, ebenso wie seine Frau, musikalische Begabung in die Miriamgemeinde ein. Der Auftritt seines „Ensembles sine nomine“ im vergangenen Advent hat die Gemeinde begeistert; jetzt bereiten sie sich auf einen musikalischen Abend im September vor. Die Miriamgemeinde erlebt er als offen: „Da sind wir schnell hineingekommen, als wir vor drei Jahren von Hamburg nach Bo­names kamen, weil die Chrismon-Redaktion nach Frankfurt umgezogen ist. Hier brauchen wir nur ein Auto, ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit, die Kinder können den Weg zur Schule zu Fuß schaffen.“

Die Familie genießt das Grün rund um den Stadtteil und die kulturellen Angebote in Stadt und Umland. Da fügt sich die Kirchengemeinde ein als Ort der Begegnung, wo Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Schicht und Bildung so hinkommen können, wie sie sind, gut ein.

„Bei den Kindermusicals ist das schon Wirklichkeit“, sagt der 43 Jahre alte Theologe, der auch im Ausland studiert hat, in Amsterdam und zwei Jahre vergleichende Religionswissenschaft in Philadelphia. Ein gut verständliches Buch ist dabei herausgekommen: „Nachgefragt: Weltreligionen – Basiswissen zum Mitreden“. Kein Lehrbuch, eher eines, um ins Gespräch zu kommen. Wer Burkhard Weitz persönlich begegnet ist, erkennt ihn zwischen den Zeilen mit manchem Augenzwinkern wieder: den fröhlichen Pastor nach Feierabend.

p(autor). Gunda Höppner

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Juli 2009 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe .

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