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1. Juli 2009

Sport macht fit und sozial

p(einleitung). Auch kirchliche Jugendarbeit setzt verstärkt auf Bewegung

Sport spielt für Kinder und Jugendliche in der Freizeit eine immer größere Rolle – das berichten alle, die Angebote für diese Altersgruppe machen. Sicher: Bewegung ist wichtig. Aber wie lässt sich die steigende Nachfrage erklären? Zeigt sich hier eine Auswirkung des „Gesundheitswahns“? Und wo bleiben soziale und gesellschaftliche Themen?

!(rechts)2009/07/seite09_oben.jpg(Fußball ist für viele Kinder – vor allem für Jungen – eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Je länger die Schule dauert, um so wichtiger ist es, dass nachmittags Bewegung auf dem Programm steht. Auch die kirchliche Jugendarbeit hat sich darauf längst eingerichtet. | Foto: fotolia.com / Mitchell Knapton)!

Durch den zunehmenden Nachmittagsunterricht im Zuge von G8 dauert der Schultag immer länger, und die Freizeitstunden werden weniger. „In der Schule sitzen wir ja den ganzen Tag“ sagt etwa Marie, „nach der Schule brauche ich die Bewegung.“ Die 12-Jährige besucht die sechste Klasse eines Gymnasiums und wird von dem vielen Sitzen regelrecht unruhig. „Da hilft dann auch eine einzelne Sportstunde zwischendurch nicht besonders viel.“

Für die Sportvereine stellt der Nachmittagsunterricht ein kniffliges Problem dar, denn es gilt, eine gleich bleibende Zahl an Kindern und Trainingsgruppen bei unveränderter Platz- oder Hallenkapazität in einem kleineren Zeitfenster unterzubringen – was meist zu Unzufriedenheit auf allen Seiten führt. Schützenhilfe kommt von den kirchlichen Jugendorganisationen, die in ihrem Programm nun ebenfalls verstärkt Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung anbieten: Kletterfreizeiten, Wandertouren oder einfach eine Partie Tischtennis oder eine Runde Kicken in der Jugendgruppe.

„Die Nachfrage seitens der Kinder und Jugendlichen steigt“, berichtet Regine Flömer-Sting, Jugendreferentin des Evangelischen Jugendwerks. Sport hilft bei der Bewältigung des stressigen Schulalltags. Marie zum Beispiel spielt in einem Sportverein Hockey und lässt ihr Training nur im äußersten Notfall ausfallen. „Wenn ich mal eine Woche nicht dort war, merke ich das sofort, ich kann mich dann in der Schule nicht mehr so gut konzentrieren.“ Doch es geht nicht nur um das Auspowern. Längst ist nachgewiesen, dass die Vermittlung von geistigen Inhalten in Verbindung mit Bewegung besser funktioniert. Und das geht weit über den Spaziergang zum Vokabel-Lernen hinaus. „Bei sportlicher Betätigung in einer Gruppe eignet man sich ganz nebenher soziale Kompetenzen an, zum Beispiel Teamgeist“, sagt Regine Flömer-Sting.

Mehr Action und Bewegung müsse der Vermittlung von Werten und Inhalten nicht entgegenstehen, meint auch Rosmarie Hermann von der evangelischen Jugendreiseagentur „Hin und Weg“. „Beim Klettern zum Beispiel muss einer den anderen sichern, das setzt Vertrauen voraus“, sagt sie. „Das kann man am besten durch eigene körperliche Erfahrungen näher bringen, meistens muss dann auch gar nicht viel darüber geredet werden. Und wenn, dann ist durch die gemeinsame Erfahrung und die unkomplizierte Situation eine ganz andere Ebene des Gesprächs möglich.“

Ähnlich erlebt es auch Marie. Die Schülerin hat schon des oft bemerkt, dass sie durch den Mannschaftssport bestimmte Fähigkeiten erlernt, etwa in Gruppen arbeiten zu können oder auch Verantwortung zu übernehmen: „Man denkt gar nicht darüber nach, man merkt es eigentlich auch gar nicht, aber dann fällt einem in einer anderen Situation auf, dass man das kann.“

Doch bei aller Liebe zum Sport: Auch Kinder und Jugendliche, die dafür keine Leidenschaft aufbringen, sind bei den evangelischen Freizeitangeboten und Ferienreisen gut aufgehoben. „Es gibt nur wenige Angebote, wo der Sport ganz allein im Mittelpunkt steht“, sagt Rosmarie Hermann. Meistens sei für alle Interessen etwas dabei: „Letztlich ist es die Kombination aus Aktivität und Beziehung, die für die Kinder und Jugendlichen den Reiz ausmacht.“

Informationen über die Angebote gibt es im Internet unter „www.hin-und-weg.ejuf.de“:http://www.hin-und-weg.ejuf.de oder „www.ejw.de“:http://www.ejw.de. Auch bei Reisen in den Sommerferien sind noch einige Plätze frei.

p(autor). Sara Wagner

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Juli 2009 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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