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1. September 2009

Schulkindern helfen

p(einleitung). Kooperation an der Michael-Ende-Schule

Um Viertel vor neun steht der Sozialpädagoge Thomas Ludwig in einer fünften Klasse der Michael-Ende-Schule und verteilt Blätter zum Ausfüllen. „Ich kann besonders gut …“ , steht darauf oder „Was ich an meinem Mitschüler mag“ und zum Schluss: „Wenn ich einen Wunsch frei hätte.“ Zusammen mit dem Klassenlehrer hat Ludwig eine Klassenratsstunde mit dem Schwerpunkt „Soziales Lernen“ vorbereitet. Es geht um die Eigen- und Fremdwahrnehmung, um Stärken, Schwächen und die Akzeptanz der einzelnen Schüler und Schülerinnen in der Klassengemeinschaft. „Im fünften und sechsten Schuljahr wird das soziale Fundament einer Klasse gelegt“, erklärt Ludwig die Bedeutung dieser Lerneinheit.

Seit einem dreiviertel Jahr arbeiten Thomas Ludwig und seine Kollegin Maren Großmann an der Michael-Ende-Schule in Rödelheim und setzen ein neues Projekt von „Raum – Soziale Gruppenarbeit für Kinder und Teenies“ um. Dahinter steht die Cyriakusgemeinde, die seit mehr als dreißig Jahren intensive Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil macht und Träger der Kinder- und Jugendeinrichtung „Raum“ in der Wolf-Heidenheim-Straße ist.

„Die Gemeinde bringt ihr Knowhow und ihre Ressourcen ein“, erklärt Projektleiter Heiko Lüßmann. Mit der Michael-Ende-Schule, einer Stadtteilschule mit Grund- Haupt- und Realschulzweig, seien die Kontakte schon immer gut gewesen. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Frankfurt, die im vergangenen Jahr fünf neue Projekte „Jugendhilfe an Schule“ beschlossen hat. Ziel ist es, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und ihnen mehr Hilfen zu geben, den Schulalltag zu bewältigen. „Wir haben die Ganztagsschule im Blick und wollen gestaltend auf Schule als Lebens- und Lernort einwirken“, erklärt Lüßmann.

Im dritten Stock der Schule haben Thomas Ludwig und Maren Großmann ihr Büro bezogen, das bereits zum Anlaufpunkt für Schüler und Schülerinnen geworden ist. Ein Gruppenraum wurde hergerichtet und Jugendliche griffen selbst zum Farbpinsel, um den Wänden ein neues Gesicht zu geben. „Hier können sie sich nachmittags treffen, einfach abhängen, spielen, Schulaufgaben machen oder mit uns sprechen“ erklärt Maren Großmann. Das offene Angebot gehört ebenso zum Konzept wie feste Sprechzeiten für Schülerinnen und Schüler, wöchentliche Teilnahme an Klassenratsstunden, Projekten und Ausflügen, Streitschlichtung sowie kreative „Lernferien“. Jetzt in den Herbstferien zum Beispiel sind Tanzworkshops geplant.

Auch Klassenlehrerin Petra Scholz sieht in der Zusammenarbeit zwischen kirchlicher Jugendarbeit und Schule eine große Chance: „Wir können jetzt gemeinsam überlegen, wie die Klassengemeinschaft gestärkt und Schülern geholfen werden kann.“

p(autor). Anne-Rose Dostalek

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. September 2009 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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