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1. Oktober 2009

Sankt Peter: „Blutsbande“ ohne Happy End

Otar zündet zwei Gaslampen an, breitet eine Decke aus, stellt eine rote Rose in die Wasserflasche. Er trifft seine Freundin heimlich nachts in den Bergen. Anes ist die Tochter seines Erzfeindes. Als Otar ihr Wasser anbietet, verdächtigt sie ihn, sie vergiften zu wollen. „Wem sollen wir jetzt glauben?“ Dem Geliebten? Den verfeindeten Eltern, Geschwistern und Freunden? Das Liebespaar träumt von Heirat und Versöhnung.

Regisseur Alexander Brill bringt mit „Blutsbande“ ein neues Stück in der Jugendkulturkirche Sankt Peter auf die Bühne. Seine moderne Fassung von Shakespeares „Romeo und Julia“ und Kleists „Familie Schroffenstein“ spielt während des Gaza-Krieges. Um den Konflikt zwischen Palästina und Israel glaubhaft auf die Bühne zu bringen, hat er das Stück mit jungen Laiendarstellerinnen und -darstellern besetzt, die jüdische oder muslimische Wurzeln haben. Die Geschichte gewinnt dadurch an emotionaler Intensität. „Wir waren oft in den Ferien in der Heimat, im Sommer 2006 wurde Beirut bombardiert“, berichtet Hadi El-Harake. Er singt ein trauriges Lied über die Heimat seiner Vorfahren. Hoffnung gibt es auf der Bühne nicht: Die beiden Liebenden sterben, der Krieg hört nicht auf.

Nächste Vorstellungen sind am 7., 8., 23., 29. Oktober, am 5., 6., 19. November sowie am 3., 5., 11. Dezember. Infos unter „www.theaterperipherie.de“:http://www.theaterperipherie.de.

p(autor). Bettina Merkelbach

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Oktober 2009 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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