Evangelisches Frankfurt

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Ausgabe
Februar 2010

Bibelmuseum: Vom Alltag in Judäa

Für die Armen im Lande ging es zur Zeit Jesu um das tägliche Überleben. In Tongefäßen bewahrten sie ihre Lebensmittel auf. Sie mahlten ihr Korn, mit der Spindel fertigten sie Wolle an. Im Herrscherhaus des Herodes gab es aber auch Parfümflakons, Kosmetik und Schmuck. Solche Objekte sind jetzt im Bibelmuseum, Metzlerstraße 19, in der Sonderausstellung „Judäa und Jerusalem – Leben in römischer Zeit“ zu sehen. Ein Silberschatz erinnert an die Tempelsteuer, und eine antike Kno­ chenkiste, ein Ossuar, gibt Einblick in die Bestattungskultur. Die rund 2000 Jahre alten archäologischen Funde kommen vor allem von der israelischen Antikenverwaltung und sind das erste Mal außer Landes ausgestellt.

Maße und Gewichte, Münzen und Arbeitsmittel zu kennen, hilft auch, die Welt der Bibel zu verstehen. „Judäa und Jerusalem“ beleuchtet das Leben und Den­ ken von religiösen Gruppen, römischen Besatzern, von Pilgern, Händlern und Handwerkern.

Die Besucher und Besucherinnen können in der Ausstellung selbst aktiv werden. Außerdem vermitteln Führungen Alltag und Religion im Heiligen Land, sechs Vorträge vertiefen die Themen. Der Katalog ist mit seinen übersichtlichen und verständlichen Grafiken und Beiträgen auch eine Fundgrube für den Religions- und Konfirmandenunterricht. Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich, Infos unter www.judaeaundjerusalem.de oder Telefon 069 66426525.

Kurt-Helmuth Eimuth

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