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1. Februar 2010

Ideen für eine „komplexe Vielfalt“

p(einleitung). Das neue Integrationskonzept für Frankfurt will zu Diskussionen anregen

„Schreiben Sie uns! Sprechen Sie mit uns!“ – Mehrmals for­derten Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg und ihr Referent Armin von Ungern-Sternberg das Publikum auf, ihre Meinung beizutragen. In der Evangelischen Stadtakademie stellten sie den Entwurf eines Integrations- und Diversitätskon­zeptes“ vor, das unter der Adresse „www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de“:http://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de zur Diskussion einlädt.

Als vor zwanzig Jahren in Frankfurt das „Amt für multikulturelle Angelegenheiten“ gegründet wurde, war das in Deutschland einzigartig. Seither habe sich die Frankfurter Gesellschaft verändert, so Eskandari-Grünberg. Das neue Integrationskonzept soll der Tatsache Rechnung tragen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, in dem sich viele unterschiedliche Kulturen treffen, die man nicht einfach in „deutsch“ und „migrantisch“ aufteilen kann. Um mit der „komplexen Vielfalt“ umzugehen, sei es nötig, sowohl die Integration der ehemals „Fremden“ weiter zu fördern, als auch Unterschiede ernst zu nehmen und zu gestalten, betonte Eskandari-Grünberg.

!(kasten)2010/02/seite11_unten.jpg(Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg kam auch zur Eröffnung einer Foto-Ausstellung des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit: Unter dem Motto „Frankfurt hat viele Gesichter“ hatten Jugendliche aus der Bethlehem-, der Nazareth- und der Dornbuschgemeinde die Vielfalt der Menschen eingefangen. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. März im Treff 38 in der Stalburgstraße 38 zu sehen, montags bis donnerstags von 9 bis 14.30, freitags bis 12 Uhr. | Foto: Rolf Oeser)!

Inhaltlich baut der Entwurf auf einer Analyse auf, die von der Kulturanthropologin Regina Römhild und dem Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen, Steven Vertovec, erarbeitet wurde. Gebraucht würden in erster Linie nicht weitere neue Ideen, sondern eine bessere Zusammenarbeit der bereits vorhandenen Projekte, betonte von Ungern-Sternberg. Damit etwa Modellprojekte auch stadtweit wirksam werden könnten, müssten sich die Akteure an einen Tisch setzen, um gemeinsame Ressourcen besser zu nutzen.

„Toleranz fällt nicht vom Himmel, sondern muss in einem mühsamen Prozess des Diskutierens und Aushandelns immer wieder neu erlernt werden“, betonte Pfarrerin Esther Gebhardt, die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes.

Eine Diskussion zum Thema „Vielfalt bewegt“ über den Beitrag der christlichen Kirchen und Gemeinden zum neuen Integrationskonzept mit Nargess Eskandari-Grünberg findet am Mittwoch, 10. Februar, um 19 Uhr im Haus am Dom statt.

p(autor). Stephanie von Selchow

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Februar 2010 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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