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Von – 1. April 2010

Bei Streitigkeiten können Dritte helfen

Konflikte gibt es immer mal, doch manchmal spitzen sie sich arg zu: Da verpesten die Zettel der Nachbarn mit Anweisungen im Hausmeisterton die Atmosphäre, die anderen Hausbewohner erfinden im Gegenzug kleine Rache­akte. Oder ein Ehepaar hat sich in gegenseitigen Beschuldigungen eingerichtet und ist nun zu keinem vernünftigen Gespräch mehr in der Lage.

In solchen Fällen brauchen die Beteiligten manchmal Hilfe von außen. Von Dritten, die bei festgefahrenen Streitigkeiten vermitteln und schlichten. Das können Freunde oder Bekannte sein, aber auch Fremde, die für diese Arbeit der „Mediation“ qualifiziert sind. In Frankfurt hat die evangelische Kirche in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Mediation ein solches Angebot geschaffen und vermittelt qualifizierte Mediatorinnen und Mediatoren. Sie helfen kostenlos und professionell dabei, in Konfliktsituationen Lösungen zu finden.

„Natürlich müssen die Streitenden grundsätzlich an einer Lösung interessiert sein“, sagt Werner Schieferstein, der ehrenamtlich in der Mediationsgruppe mitmacht. Er ist Anwalt und hat privat eine Mediationsausbildung absolviert. Meist hat er sich bisher bei Familienkonflikten, vor allem bei Scheidungen, eingesetzt.

„Zu Beginn der Mediation mache ich mit allen Beteiligten erst einmal den so genannten Friedenstest“, erzählt er. „Das heißt, ich frage: Wollen Sie wirklich Frieden, und welchen Beitrag wären Sie bereit, dafür zu leisten?“

Solch ein Beitrag könnte zum Beispiel sein, dass man sich für Verletzungen entschuldigt, die man anderen zugefügt hat. Das Wichtigste sei, dass die Beteiligten überhaupt wieder miteinander ins Gespräch kommen und aufeinander zugehen, sagt Schieferstein. „Das ist ein Riesenschritt, dann lösen sich Konflikte oft ganz von allein“, ist seine Erfahrung.

Liegen die Probleme tiefer oder zeigt sich, dass weitere Hilfe nötig ist, können die Mediatorinnen und Mediatoren spezialisierte Beratungsstellen vermitteln. Zur Frankfurter Mediationsgruppe gehören Pfarrer und Pfarrerinnen, aber auch Angehörige anderer Berufe. Sie alle sind speziell für diese Aufgabe ausgebildet und wissen, worauf es ankommt, um Konflikte friedlich zu lösen und wieder Verständigung zwischen Streitenden herzustellen – auch bei verhärteten Fronten und Sprachlosigkeit.

Nähere Informationen bei Gunter Volz, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung, Telefon 069 427261826, E-Mail: gv@ev-dekanat-ffm.de.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. April 2010 in der Rubrik Lebenslagen, erschienen in der Ausgabe .

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Sandra Hoffmann ist Journalistin in der Evangelischen Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt.

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