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Von – 1. Juli 2010

Mitreden und Mitgestalten auf dem Kirchplatz

Das Herz der Evangelischen Gemeinde Bockenheim schlägt am Kirchplatz. Dort spielen an den langen Sommerabenden die Kinder, und junge Leute sitzen auf den Treppen des Vorplatzes. Das bunte Leben vor der Sankt Jakobskirche und der gläsernen Eingangshalle des Gemeindehauses gefällt Pfarrerin Ulrike Trautwein. „Wir sind eine Gemeinde mittendrin“, sagt sie. Die Öffnung zum Stadtteil sei gewollt und auch die Präsenz von Kirche und Gemeinde auf diesem zentralen Platz im alten Bockenheim. Eine Präsenz, die sich auch in der Kultur des Mitredens und Mitgestaltenwollens spiegelt, sowie der Verantwortung für das soziale Miteinander im Stadtteil. „Wenn es nötig ist, sind wir zur Stelle, um Menschen zusammenzubringen und Diskussionen zu initiieren“, sagt Christian Braun vom Kirchenvorstand. Aktuell geht es um die von der Stadt gewollte Umgestaltung des Kirchplatzes. Doch Braun erinnert auch an die achtziger Jahre, als sich der Stadtteil wandelte, Traditonsfirmen wie die Metallwerke VDO zumachten und sich die Menschen um die Zukunft sorgten.

Der Platz vor der Jakobskirche in Bockenheim ist ein beliebter Treffpunkt. Foto: Ilona Surrey

Zur anerkannten Diskussionsplattform entwickelte sich das „Forum Bockenheim“, gegründet als kirchliche Arbeitsgemeinschaft. Damals gab es noch zwei evangelische Kirchengemeinden in Bockenheim, die Jakobsgemeinde und die Markusgemeinde. 1997 kam die Fusion, und der Zusammenschluss wurde mit dem Bau des neuen Gemeindehauses am Kirchplatz besiegelt.

Die Zeiten heftiger Diskussionen liegen jetzt lange zurück, und der Neuanfang unter einem Dach ist gelungen. Pfarrerin Ulrike Trautwein und Pfarrer Reinhold Truß-Trautwein kümmern sich um rund 4000 Gemeindemitglieder und freuen sich, dass die Gemeinde Bockenheim kräftig wächst. Das hat mit der Sozialstruktur im Stadtteil zu tun, mit Zuzug und Zwischenverdichtung. Auch die ansprechende Architektur von Kirche und Gemeindehaus hat nach Ansicht des Kirchenvorstandes die Attraktivität der evangelischen Gemeinde Bockenheim erhöht. Doch das allein ist es nicht. Der Kirchenvorstand hat von Beginn an Wert auf ein klares, wiedererkennbares Profil gelegt und die Arbeit danach ausgerichtet. „Traditionell, aber lebendig, mit einer festen Struktur “ beschreibt der Vorsitzende Rainer Muhs die Gottesdienste. Sie sollen das Aushängeschild der Kirchengemeinde sein. „Fröhlich und lustvoll“, ergänzt Ulrike Trautwein mit einem Lachen die Beschreibung. Im Schnitt kommen wenigstens 80 Gottesdienstbesucher, auffallend stark sind die 30- bis 50-Jährigen vertreten. Dafür fehlen die Senioren und Seniorinnen. Die Pfarrerin weiß, warum: „Sie treffen sich auf den Seniorennachmittagen, unser Altenkreis hat ein sehr attraktives Programm entwickelt.“ Auch die Jüngsten der Gemeinde sind nicht vergessen. Jede Woche ist Kindergottesdienst und einmal im Monat sind die Krabbler mit dabei. Last not least sind Kultur und Musik ein weiteres Aushängeschild der Gemeinde: Cineast Truß-Trautwein lädt gerne zu Filmabenden ein, und in der Kirche wird oft konzertiert, auf der Orgel und mit der Kantorei Sankt Jakob.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Juli 2010 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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