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Von – 1. September 2010

Orgel am Kirchplatz

Zum 100. Mal: der Orgel-Punkt in Bockenheim

Wer sich in Frankfurt für Orgelmusik interessiert, kennt sicher die Reihe „30 Minuten Orgelmusik“, die Martin Lücker seit 25 Jahren in der Katharinenkirche bereit stellt – bei freiem Eintritt. Weniger bekannt ist, dass es eine ähnliche Reihe auch in der Jakobskirche am Kirchplatz in Bockenheim gibt. Dort spielt Gerhard Löffler die Orgel immer mittwochs um 18.30 Uhr unter dem Stichwort „OrgelPunkt“.

Der 30 Jahre alte Organist hat bereits in der Carnegie Hall in New York – dort und in Stuttgart wurde er ausgebildet – und im Dom von Riga das königliche Instrument gespielt. „Ich hatte einerseits das Bedürfnis, für mich, die Gemeinde und die Musikfreunde im Stadtteil etwas zu tun, andererseits sind wöchentliche Konzerte eine gute Übung, das Repertoire zu pflegen und zu erweitern“, sagt er. Etliche Werke kommen im Sonntagsgottesdienst selten vor, und ohne einen regelmäßigen Zyklus bestehe die Gefahr, sie zu verlernen.

„Ich studiere jedes Werk ein, schneide die Interpretation mit und höre mir das Ergebnis an.“ Diese Aufnahmen seien hilfreich, um die Wirkung zu erproben. „Manchmal habe ich beim Spielen den Eindruck, dass mir Passagen zu langsam geraten, aber wenn ich mir dann die Aufnahme anhöre, merke ich, dass diese Passagen nicht schneller gespielt werden dürfen.“

Die zweimanualige Förster-und Nicolaus-Orgel, besonders geeignet für die Aufführung barocker Werke, lässt dem Interpreten viel Spielraum, sagt Löffler. Die Klangfarbe sei zum Beispiel von den Registern abhängig, die ausgewählt werden. So hätten die Komponisten eigene Vorstellungen gehabt, deren Anweisungen aber ließen sich variabel gestalten.

Der ebenfalls bei freiem Eintritt angebotene Konzertzyklus richtet sich inhaltlich nach dem Kirchenjahr. Löffler berücksichtigt aber auch Stücke, die keinen Bezug zu den Kirchenfesten haben. Das Konzept soll auch Musikfreunde locken, die nicht unbedingt die Gottesdienste besuchen. Das Programm am Mittwoch, 8. September zum 100. Orgelpunkt beinhaltet Wolfgang Amadeus Mozarts Fantasie f-moll KV 608, Robert Schumanns Fuge über B-A-C-H op. 60, Nr. 3 und 5 und Johann Sebastians Bachs Fantasie und Fuge g-moll BWV 542.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. September 2010 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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