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Von – 1. September 2010

Rhythmisch befeuerte Gospels

Voller Inbrunst: Konzert mit Sängern aus USA in der Festeburgkirche

Es herrschen bestimmt dreißig Grad in der Festeburgkirche in Preungesheim, doch die sechzig Sängerinnen und Sänger des Frankfurter Gospelchores tragen gediegene Schwarz-Weiß-Kleidung, die Solisten sogar Anzüge. Die Optik soll stimmen, schließlich ist es an diesem Samstagabend ein geistliches Konzert, das der Chor, unterstützt von einer bestens disponierten Rhythmusgruppe, am Ende eines Workshops präsentiert.

Fast exstaseartige Trance: Reverend Calvin Bridges war einer der Gastsänger aus den USA beim Konzert des Frankfurter Gospelchores in der Preungesheimer Festeburgkirche. Foto: Ilona Surrey

Das Ergebnis begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer im voll besetzten Gotteshaus. 13 Songs voller Inbrunst und Empathie lobten in uramerikanischer Weise in Text und Musik die Schöpfung, Gottes Gnade und Liebe. Unter der zielstrebigen Leitung von Martin Schultheiß, Musiker, Pianist und promovierter Physiker, zogen alle Mitwirkenden an einem Strang und peppten die Lieder in polyphoner Stimmführung und fein austarierter klanglicher Dynamik auf.

Der erste Gast, Reverend Calvin Bridges aus Chicago, ein international bekannter Gospelinterpret, begleitete sich selbst am elektrischen Klavier. Er spielte typische Gospelakkorde und interpretierte mit bemerkenswertem Stimmumfang „Falling“ und „By the Lord’s Mercy“, dabei vom ersten Ton den Funken auf das Publikum übertragend. Modulationsreich und kehlig sang er in selbst komponierten Stücken wie „I can go to God in Prayer“ und der samtweichen Ballade „Holy one“ mit Hingabe von den Segnungen, die die Menschen von Gott erfahren, und der innig­lichen Kraft des Glaubens. Rhythmisch von der Band befeuert, geriet der Amerikaner schnell in fast ekstaseartige Trance. Und der 1987 gegründete Frankfurter Gospelchor unterstützte den Solisten mit gospel-typischen Chorsätzen, die oft von Ruf- und Antwortschemata untermauert wurden.

Noch eine Spur souldurchtränkter war dann der Gesang von Patrick Resseng, ebenfalls aus den Staaten kommend und ausgewiesener Spezialist für kernigen Gospel-Musik. „We need you Lord“ und „Yes, God is real“ sang er mit großer Überzeugungskraft und setzte mit dem Song „I feel something is happening“ einen Höhepunkt vor der Pause des von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Gemeinde sehr gut organisierten Konzertes, bei dem das Publikum auch mit Erfrischungen und Snacks versorgt wurde. Pastorin Dorothy Wilson von der Atterberry Chapel schloss sich danach von der Gesangsleistung her ihren Kollegen an und intonierte mit ihrer herrlichen Altstimme weitere Genre-Hits mit hörbarem Nachdruck.

Da bei vielen Liedern die Besucherinnen und Besucher einbezogen wurden, konnte man von einem richtigen, generationsübergreifenden Gemeindekonzert bei idealen akustischen Bedingungen an der Wolfsweide sprechen. Es begeisterte in allen Belangen.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. September 2010 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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