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Von – 1. Dezember 2010

Ausstellung: Die Ikone Marilyn Monroe

„Ikone“ bedeutet eigentlich Bildnis, allerdings auch in der Bedeutung von „Image“. Vor allem in den östlichen Kirchen, in Russland oder Griechenland, haben Darstellungen von Jesus, Maria und verschiedenen Heiligen eine große Bedeutung.

Jetzt zeigt das Frankfurter Ikonenmuseum eine „Ikone“ ganz anderer Art: Marilyn Monroe. Ausgestellt werden verschiedene Utensilien, die Monroe benutzt hat – Bademantel, Hosen, Brillen – und gleichzeitig wird dokumentiert, wie diese in den Medien ins­zeniert wurden, um die Trägerin zu einer „Ikone“ zu stilisieren. Nur dass es in diesem Fall eben nicht die Kirche, sondern die Filmindustrie war, die eine ganz normale Frau namens Norma Jean Baker zu einer Art „Göttin“ erhob.

In der Ausstellung, die am 15. Dezember eröffnet wird, werden auch Andy-Warhol-Porträts von Monroe zu sehen sein. Kuratorin Snejanka Bauer glaubt, dass Warhol dabei tatsächlich von orthodoxer Ikonenkunst beeinflusst gewesen sei. Nicht nur hätten Warhols slowakische Eltern Ikonen verehrt, er habe auch deren formale Elemente, nämlich Stilisierung und Serienherstellung, auf seine Siebdrucke übernommen. Auch das wird durch entsprechende „echte“ Ikonen in der Ausstellung anschaulich.

Die Ausstellung in der Brückenstraße 3-7, in Sachsenhausen zeigt mehr als 100 Fotografien und Poster und mehr als 200 Exponate aus dem Nachlass von Marilyn Monroe. Sie läuft bis zum 28. Februar. Infos unter www.ikonenmuseumfrankfurt.de.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Dezember 2010 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Dr. Antje Schrupp ist geschäftsführende Redakteurin von Evangelisches Frankfurt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com.

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