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Von – 1. Februar 2011

Musik für Gott und Gemüt

Posaunenchöre haben im Protestantismus eine lange Tradition

Als musikalischer Laie ist man zunächst überrascht, wenn man mit dem Begriff des „Posaunenchors“ konfrontiert wird. Denn es handelt sich hier keineswegs um ein reines Instrumentalensemble mit Posaunen. „Zur Besetzung gehören Trompeten, Flügelhorn, Tenor- und Waldhorn, Tuba und natürlich auch Posaunen“, erklärt Manfred Beutel, Leiter und Dirigent der Posaunenchöre der Bornheimer Johannisgemeinde und der Ginnheimer Bethlehemgemeinde sowie der Frankfurter Bläserphilharmonie.

Im „Posaunenchor“ spielen nicht nur Posaunen, sondern Blechblasinstrumente aller Art. In vielen Gemeinden sind sie ein fester Bestandteil der Kirchenmusik – hier der Posaunenchor der Bornheimer Johannisgemeinde. Foto: Rolf Oeser

Posaunenchöre haben in der musikalischen Landschaft der evangelischen Kirche eine lange Tradition und sind in vielen Gemeinden aktiv. Deshalb gibt es sogar einen „Landesposaunenwart“, der unter anderem Noten verwaltet und auflegt.

Der Posaunenchor der Johannisgemeinde wurde 1977 gegründet. Andere Chöre sind schon viel älter – so blickt der Posaunenchor der Erlösergemeinde in Oberrad bereits auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Hauptaufgabe ist die musikalische Begleitung von Gottesdiensten und Veranstaltungen, aber die meisten Posaunenchöre geben auch eigenständige Konzerte. Besondere Höhepunkte in Bornheim etwa sind an Heiligabend das mitternächtliche Blasen vor der Johanniskirche sowie das Martinsblasen zum Sankt-Martins-Umzug des Johannis-Kindergartens.

Dem Musizieren liegt ein hehres Motiv zugrunde: Der Sinn der Musik ist nach Johann Sebastian Bachs berühmtem Wort „die Ehre Gottes und die Recreation des Gemüts“. In dem Wort Recreation klingt noch das ursprüngliche recreare durch: wiederbeleben, erfrischen, erquicken. Dies versuchen die sechs Bläserinnen und sechzehn Bläser aus verschiedenen Generationen im gemeinsamen Musizieren umzusetzen. Der Bornheimer Posaunenchor probt immer dienstags um 20 Uhr im Gemeindehaus der Johannisgemeinde, Turmstraße 12, neue Musikerinnen und Musiker sind jederzeit willkommen.

Das Repertoire des Ensembles ist vielfältig: „Wir spielen barocke Werke, Kirchenmusik aus allen Epochen, romantische und klassische Stücke“, sagt Manfred Beutel. „Wir machen aber auch keinen Bogen um Popmusik, und wir spielen sogar ein Stück der Egerländer.“ Der studierte Posaunist, der lange an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst im Fachbereich Blechbläser unterrichtete, greift, wenn nötig, auch einmal selbst zum Instrument.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 1. Februar 2011 in der Rubrik Kultur, erschienen in der Ausgabe .

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