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Von – 17. März 2011

Reale Orte sind wichtig

Die Kultur der „Salons“, in denen sich Menschen treffen, um sich über aktuelle gesellschaftliche Themen auszutauschen, will die Petersgemeinde im Nordend neu beleben. Pfarrer Andreas Hoffmann freute sich, dieses Projekt nun mit einem ersten Diskussionsabend starten zu können. Das Gemeindehaus aus der Gründerzeit im Nordend passt gut zu dieser Idee.

Gast am ersten Abend war der Kulturwissenschaftler Ralph Fischer, der seit kurzem Studienleiter an der Evangelischen Stadtakademie in Frankfurt ist. Vor dem Hintergrund eines Aufenthaltes in New York analysierte Fischer Strömungen in der Moderne und ihren Bezug zur Religion.

So verglich er Religion mit einer Sprache. Wie eine Sprache sei auch Religion dialogisch, das heißt, sie müsse in der Gemeinschaft praktiziert werden, sie müsse erlernt und eingeübt werden. Religion wie Sprache seien eng verbunden mit einer sozialen Identität. In der Religion gebe es als Hilfestellung für die Identitätsfindung zum Beispiel Übergangsriten wie etwa die Konfirmation.

Der Referent betonte die Notwendigkeit von Gemeinschaft. Diese sei für die Religion bedeutend. Die Wortwurzel „Religio“ bedeute „Rückbindung“. Deshalb seien auch in der heutigen Welt Kirche und Gemeinde wertvoll, weil sie reale Orte für die Begegnung schaffen. Demgegenüber sei eine nur über das Internet vernetzte Gesellschaft keine Gemeinde, da hier keine „Rückbindung“ im Sinne eines realen Austausches stattfinde, so Fischer.

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 17. März 2011 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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Kurt-Helmuth Eimuth ist Mitglied in der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt". Mehr über den Publizisten und Erziehungswissenschaftler ist auf www.eimuth.de zu erfahren.

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