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Von – 27. April 2011

Nachwuchs gezielt fördern

Jona Tarnowski ist Ausschussvorsitzender im Kirchenparlament

Foto: Rolf Oeser

Er wirkt jung und souverän zugleich: Jona Tarnowski ist seit über einem Jahr Ausschussvorsitzender in der Evangelischen Regionalversammlung, dem Frankfurter Kirchenparlament. Dass er mit seinen 31 Jahren dort der Zweitjüngste ist, irritiert ihn eigentlich nicht. In seiner Heimatgemeinde Maria-Magdalena in Sachsenhausen hat er jahrelang die „Talentschmiede“ für ehrenamtliche Jugendarbeit durchlaufen, wie Tarnowski das dortige Mitwirken am Konfirmandenunterricht schmunzelnd bezeichnet, und bringt so frischen Wind mit in den Ausschuss. Es kommt dennoch nicht häufig vor, in so jungen Jahren bereits eine leitende Position innezuhaben.

Vor eineinhalb Jahren wurde Tarnowski in den Kirchenvorstand seiner Gemeinde gewählt, von dort aus ging es dann direkt weiter in die Regionalversammlung und den Ausschuss des Fachbereichs 1, der neben Beratung und Bildung für Jugendarbeit zuständig ist. Er habe selbst Dinge in die Hand nehmen und seine Vorstellungen einbringen wollen, erklärt Tarnowski. Dass er dann im Ausschuss gleich zum Vorsitzenden gewählt wurde, sei zunächst allerdings Zufall gewesen: „Es hatte sich niemand bereit erklärt, das zu übernehmen. Aber dann dachte ich: ganz oder gar nicht, und habe zugestimmt.“

Zu seinen Aufgaben gehört es, die Sitzungen vorzubereiten und zu leiten. Das beinhalte viel Moderationsarbeit sowie Talent zum Organisieren und Planen. „Man muss schon eine gewisse Begabung dafür haben“, beurteilt Tarnowski die Anforderungen des Ehrenamtes. Und die bringt er mit, denn beruflich arbeitet er als Disponent in einer Medienagentur, ein Job, für den organisatorische Fähigkeiten die Grundlage sind.

Zusätzlich muss Tarnowski sich auch in die Themen des Auschusses inhaltlich einarbeiten. Denn nach einer Beschlussfindung gehört es auch zu seinen Aufgaben, eben diese in die zuständigen Gremien weiterzuleiten und dort zu vertreten. An diesem Punkt, sagt er, spüre er dann doch den Altersunterschied zu seinen Kollegen. „Sie haben einfach viel mehr Erfahrung.“ Darum ist er dankbar für die Unterstützung, die er erfährt: „Es ist sehr hilfreich, wenn man gezielt mit Input und vor allem mit Hintergrundinformationen versorgt wird.“

Obwohl der leidenschaftliche Kinofan von Zeit zu Zeit sein liebstes Hobby – die englische Sneak-Preview am Montagabend – opfern muss, macht ihm sein Ehrenamt großen Spaß. Sich für Jugendarbeit und Nachwuchsförderung in den Gemeinden tatkräftig einsetzen zu können, ist ihm wichtig.

Auch weil er selbst in seiner Gemeinde erfahren hat, welche Strukturen bei einer gelungenen Bindung der Jugendlichen an die Kirche entstehen können. Er sei nach dem Umzug von München nach Frankfurt im Alter von zehn Jahren von der guten Jugendarbeit der Gemeinde aufgefangen worden. Viele seiner engsten Freunde habe er dort kennengelernt. Eine funktionierende Nachwuchsförderung hält Tarnowski für wichtig, um das Überleben der Gemeinden und der Institution Kirche zu sichern: „Nur so können wir schwindenden Mitgliederzahlen entgegenwirken und auch in der Gremienarbeit den Nachwuchs sichern.“

Artikelinformationen

Beitrag von , veröffentlicht am 27. April 2011 in der Rubrik Menschen, erschienen in der Ausgabe .

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Sara Wagner ist Mitglied der Redaktion von "Evangelisches Frankfurt" und Studentin der Kulturwissenschaften.

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